Cherrelle – Steckbrief, Songs & Konzerte

today01.03.2026

Hintergrund
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Cherrelle, geboren als Cheryl Anne Norton, zählt zu den prägenden Stimmen des R&B und Soul der 1980er Jahre. Mit ihrer charakteristischen, luftig-leichten Sopranstimme und Hits wie “Saturday Love” eroberte sie die Charts und wurde zu einer festen Größe im Minneapolis-Sound. Ihre Zusammenarbeit mit den legendären Produzenten Jimmy Jam & Terry Lewis brachte zeitlose Klassiker hervor, die bis heute in Radiosendern und auf Streaming-Plattformen zu hören sind.

Künstlername Cherrelle
Bürgerlicher Name Cheryl Anne Norton
Genre R&B, Soul, Funk, Dance-Pop
Größter Hit Saturday Love
Geburtsdatum 13. Oktober 1958
Geburtsort Los Angeles, Kalifornien, USA
Staatsangehörigkeit US-amerikanisch
Sternzeichen Waage
Markenzeichen Leichte, luftige Sopranstimme, Zusammenarbeit mit Jimmy Jam & Terry Lewis

Die Anfänge einer Soul-Stimme

Webradio Steckbrief - Cherrelle

Cheryl Anne Norton erblickte am 13. Oktober 1958 in Los Angeles das Licht der Welt. Schon früh kam sie mit Musik in Berührung, denn ihr Vater James Feaster war nicht nur Anwalt in Detroit, sondern übernahm später auch die Rolle ihres Managers. Diese familiäre Unterstützung sollte sich als entscheidend für ihre Karriere erweisen. Bevor sie als Solokünstlerin durchstartete, sammelte Cherrelle wertvolle Erfahrungen in der Musikbranche. Sie arbeitete mit Jazz- und Soul-Größen wie Norman Connors und Michael Henderson zusammen und sang Background-Vocals für niemand Geringeren als Luther Vandross. Diese Zeit prägte ihren Stil und verfeinerte ihre stimmlichen Fähigkeiten.

Der Künstlername “Cherrelle” entstand auf ungewöhnliche Weise: Ein früherer Vorgesetzter hatte sie einmal mit den Worten “Cher-relle, you’re late again!” ermahnt. Dieser Ausspruch blieb hängen und wurde schließlich zu ihrem Markenzeichen. 1983 wendete sich das Blatt endgültig, als Clarence Avant, Gründer von Tabu Records, eine Demoaufnahme von ihr hörte und sofort ihr Potenzial erkannte. Er nahm sie unter Vertrag und ebnete damit den Weg für eine bemerkenswerte Karriere.

Der Durchbruch mit dem Minneapolis-Sound

1984 erschien Cherrelles Debütalbum “Fragile”, produziert von den damals noch aufstrebenden Jimmy Jam und Terry Lewis. Diese beiden Produzenten sollten den Sound der 1980er Jahre maßgeblich mitprägen und wurden zu ihren wichtigsten kreativen Partnern. Das Album enthielt bereits erste Erfolge, doch der wahre Durchbruch stand noch bevor. Bereits mit der Single “I Didn’t Mean to Turn You On” gelang ihr ein respektabler Achtungserfolg in den R&B-Charts. Der Song erreichte Platz acht in den US R&B Charts und wurde später von Robert Palmer und sogar Mariah Carey gecovert, was seine zeitlose Qualität unterstreicht.

Das Jahr 1985 markierte den Höhepunkt ihrer frühen Karriere. Mit dem Album “High Priority” und der darauf enthaltenen Single “Saturday Love”, einem Duett mit Alexander O'Neal, gelang ihr der internationale Durchbruch. Der Song kletterte auf Platz zwei der US R&B Charts, erreichte Platz 26 der Hot 100 und wurde auch in Großbritannien ein Hit mit Platz sechs. Die Chemie zwischen Cherrelle und Alexander O’Neal war unüberhörbar, und ihre Stimmen harmonierten perfekt. Das Album erreichte Gold-Status in den USA und etablierte Cherrelle endgültig als ernstzunehmende Kraft im R&B-Business. Weitere Singles wie “Artificial Heart” folgten und festigten ihren Ruf als vielseitige Interpretin mit einem unverwechselbaren Sound.

Die goldenen Jahre und weitere Erfolge

1988 veröffentlichte Cherrelle ihr drittes Studioalbum “Affair”, erneut produziert von Jimmy Jam und Terry Lewis. Dieses Album sollte ihren größten Chart-Erfolg in den R&B-Charts bringen: “Everything I Miss at Home” erreichte die Spitzenposition der US R&B Charts und wurde zu ihrem einzigen Nummer-eins-Hit in dieser Kategorie. Obwohl der Song es nicht in die Pop-Charts schaffte, bewies er ihre Dominanz im R&B-Genre. Ein weiteres Highlight war das erneute Duett mit Alexander O’Neal, “Never Knew Love Like This”, das ebenfalls Platz zwei der R&B-Charts erreichte und auch in Großbritannien erfolgreich war. Die Titeltrack-Single “Affair” rundete das erfolgreiche Album ab und erreichte Platz vier der R&B-Charts.

Die Zusammenarbeit mit Jam und Lewis hatte Cherrelle zu einer der führenden R&B-Stimmen ihrer Zeit gemacht. Ihr Sound war geprägt von funkigen Basslines, synthetischen Keyboards und präzisen Drum-Patterns, die typisch für den Minneapolis-Sound waren. Ihre Stimme, oft als leicht, luftig und gelegentlich auch als etwas nasal beschrieben, passte perfekt zu diesen Produktionen und verlieh den Songs eine besondere Intimität und Emotionalität.

Neue Wege und spätere Veröffentlichungen

1991 wagte Cherrelle einen Neuanfang mit dem Album “The Woman I Am”. Erstmals arbeitete sie nicht mit Jimmy Jam und Terry Lewis zusammen, sondern mit anderen Produzenten wie Narada Michael Walden. Diese Veränderung brachte einen etwas anderen Sound mit sich, konnte aber nicht an die früheren Erfolge anknüpfen. Das Album erreichte zwar respektable Chartplatzierungen, blieb aber hinter den Erwartungen zurück. Die musikalische Landschaft hatte sich verändert, und der New Jack Swing sowie Hip-Hop-beeinflusster R&B dominierten zunehmend die Charts.

Nach einer längeren Pause kehrte Cherrelle 1999 mit dem Album “The Right Time” zurück, das auf dem unabhängigen Label Power erschien. Das Album zeigte eine reifere Künstlerin, die sich mit zeitgenössischen Sounds auseinandersetzte und sogar mit Rapper Keith Murray zusammenarbeitete. Obwohl das Album bei Kritikern positiv aufgenommen wurde, erreichte es nicht mehr die kommerzielle Reichweite ihrer früheren Werke. Dennoch bewies Cherrelle, dass ihre Stimme und ihr künstlerisches Gespür auch nach Jahren noch intakt waren. Fans schätzten die Rückkehr einer Künstlerin, die in den 1980er Jahren so prägend gewesen war.

Vermächtnis und Einfluss

Cherrelles Einfluss auf den R&B der 1980er und frühen 1990er Jahre ist unbestritten. Mit insgesamt fünf Studioalben und zahlreichen Hit-Singles hat sie sich einen festen Platz in der Musikgeschichte gesichert. Ihre Songs werden bis heute im Internetradio gespielt und erreichen neue Generationen von Hörern, die den klassischen Soul-Sound schätzen. Besonders “Saturday Love” gilt als zeitloser Klassiker, der regelmäßig gesampelt und in Remixes verwendet wird. Die Zusammenarbeit mit Jimmy Jam und Terry Lewis setzte Standards für R&B-Produktionen und beeinflusste unzählige Künstler, die nach ihr kamen.

Interessanterweise ist Cherrelle auch familiär mit der Musikwelt verbunden: Ihre Cousine ist Perri “Pebbles” Reid, ebenfalls eine erfolgreiche Pop- und R&B-Sängerin, und sie ist die Tante von Brandi, einem Mitglied der Girlgroup Blaque. Diese musikalischen Verbindungen zeigen, dass Talent in der Familie liegt. Obwohl Cherrelle nie einen Grammy gewann oder für einen nominiert wurde, bleibt ihr künstlerisches Vermächtnis bestehen. Ihre charakteristische Stimme, die Emotionen auf einzigartige Weise transportierte, hat zahlreiche spätere R&B-Sängerinnen beeinflusst. Ihre Fähigkeit, Verletzlichkeit und Stärke gleichzeitig auszudrücken, machte sie zu einer besonderen Interpretin ihrer Generation. Heute wird ihre Musik weiterhin geschätzt und auf verschiedenen Plattformen gestreamt, was beweist, dass gute Musik zeitlos ist.

Songs von Cherrelle im Radio

Konzerte von Cherrelle

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Geschrieben von: RadioMonster.FM