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today01.03.2026
Peter Frampton ist eine lebende Legende des Classic Rock, der mit seinem legendären Live-Album “Frampton Comes Alive!” Musikgeschichte schrieb. Der britische Gitarrenvirtuose begeistert seit über fünf Jahrzehnten mit seinem unverwechselbaren Sound und seiner emotionalen Spielweise. Trotz gesundheitlicher Herausforderungen bleibt er bis heute ein aktiver und gefeierter Musiker.
| Künstlername | Peter Frampton |
| Bürgerlicher Name | Peter Kenneth Frampton |
| Genre | Classic Rock, Blues-Rock, Soft Rock |
| Größter Hit | Frampton Comes Alive! (Album), I’m in You (Single) |
| Geburtsdatum | 22. April 1950 |
| Geburtsort | Beckenham, Kent, England |
| Wohnort | Nashville, Tennessee, USA |
| Staatsangehörigkeit | Britisch, US-amerikanisch (seit 2004) |
| Sternzeichen | Stier |
| Markenzeichen | Talk-Box-Effekt, emotionale Gitarrenarbeit |

Peter Kenneth Frampton wurde am 22. April 1950 in Beckenham, einem Vorort von London, geboren. Sein Vater Owen war Lehrer und leitete die Kunstabteilung an der Bromley Technical High School, die auch Peter besuchte. Dort entwickelte sich eine Freundschaft, die für die britische Musikszene bedeutsam werden sollte: Peter lernte David Bowie kennen, der drei Jahre älter war und ebenfalls die Schule besuchte. Schon mit sieben Jahren begann Peter Gitarre zu spielen, zunächst autodidaktisch, später kam auch das Klavier hinzu. Seine musikalische Begabung war so offensichtlich, dass er bereits mit zwölf Jahren in seiner ersten Band “The Little Ravens” spielte.
Die jugendliche Begeisterung für Musik führte ihn durch verschiedene lokale Bands wie die Trubeats und The Preachers. Der Durchbruch kam 1966, als der gerade mal 16-Jährige Mitglied der britischen Pop-Rock-Band The Herd wurde. Als Lead-Gitarrist und Sänger verhalf er der Band zu mehreren britischen Hits und wurde schnell zum Teenie-Idol. Doch Frampton strebte nach mehr künstlerischer Freiheit und verließ The Herd 1969, um gemeinsam mit Steve Marriott von den Small Faces die Band Humble Pie zu gründen.
Humble Pie markierte einen wichtigen Wendepunkt in Framptons musikalischer Entwicklung. Die Band bewegte sich in härteren Rock-Gefilden und ermöglichte ihm, seine Fähigkeiten als Gitarrist weiterzuentwickeln. Zwischen 1969 und 1971 war Frampton ein zentrales Mitglied der Gruppe, doch auch hier fühlte er sich zunehmend eingeengt. Er wollte seine eigene musikalische Vision verwirklichen und wagte 1971 den Schritt in die Selbstständigkeit.
Sein Debüt-Soloalbum “Wind of Change” erschien 1972 und zeigte bereits die melodische Sensibilität, die sein späteres Werk prägen sollte. Es folgten “Frampton’s Camel” (1973), “Somethin’s Happening” (1974) und das selbstbetitelte Album “Frampton” (1975). Diese Alben waren solide Veröffentlichungen, die bei Kritikern Anerkennung fanden, kommerziell aber noch keine Sensation darstellten. Frampton tourte unermüdlich und baute sich eine treue Fangemeinde auf, besonders in den USA. Seine Live-Auftritte waren energiegeladen und emotional, und genau diese Qualität sollte ihm zum Durchbruch verhelfen.
Das Jahr 1976 veränderte alles. Das Doppel-Live-Album “Frampton Comes Alive!” wurde zu einem der erfolgreichsten Live-Alben aller Zeiten. Es verkaufte sich über acht Millionen Mal allein in den USA und hielt sich wochenlang an der Spitze der Charts. Songs wie “Show Me the Way”, “Baby, I Love Your Way” und das ausgedehnte “Do You Feel Like We Do” wurden zu Klassikern des Classic Rock. Besonders “Do You Feel Like We Do” demonstrierte Framptons virtuosen Umgang mit der Talk-Box, einem Effektgerät, das der Gitarre eine menschliche, sprechende Qualität verleiht.
Der Erfolg war überwältigend und machte Frampton über Nacht zum Superstar. Er füllte Stadien, zierte Magazincover und wurde zu einem der gefragtesten Musiker seiner Zeit. Die Studio-Single “I’m in You” aus dem gleichnamigen Album von 1977 erreichte Platz zwei der US-Charts und wurde in Kanada sogar zur Nummer eins. Doch mit dem kometenhaften Aufstieg kamen auch die Schattenseiten des Ruhms: Der Druck war enorm, und die Erwartungen an ein Nachfolgewerk schienen kaum erfüllbar.
Nach dem Höhepunkt Mitte der 1970er Jahre wurde es schwieriger. Der Film “Sgt. Pepper’s Lonely Hearts Club Band” (1978), in dem Frampton eine Hauptrolle spielte, wurde ein kommerzieller und kritischer Flop. Im selben Jahr erlitt er einen schweren Autounfall auf den Bahamas, der ihn körperlich beeinträchtigte und seine Karriere weiter bremste. Die Alben “Where I Should Be” (1979), “Breaking All the Rules” (1981) und “The Art of Control” (1982) konnten nicht an frühere Erfolge anknüpfen.
Erst 1986 gelang mit dem Album “Premonition” ein kleines Comeback. Der Song “Lying”, der heute auf Internetradio-Sendern wie RadioMonster.FM gespielt wird, wurde ein moderater Hit auf den Rock-Charts. Frampton hatte sich neu erfunden, seinen Sound modernisiert und bewies, dass er mehr war als nur ein One-Hit-Wonder der 70er Jahre. In den folgenden Jahrzehnten veröffentlichte er kontinuierlich Alben, darunter “Now” (2003), das instrumentale “Fingerprints” (2006), für das er einen Grammy gewann, sowie “Thank You Mr. Churchill” (2010) und “Hummingbird in a Box” (2014).
Im Jahr 2015 erhielt Frampton eine Diagnose, die sein Leben erneut verändern sollte: Inclusion-Body Myositis, eine degenerative Muskelerkrankung, die die Muskelkraft in Armen und Händen zunehmend beeinträchtigt. Er machte die Diagnose 2019 öffentlich und kündigte seine Abschiedstournee an. Doch Frampton wäre nicht Frampton, wenn er einfach aufgegeben hätte. Er passte sein Setup an, spielte zunehmend im Sitzen und fand neue Wege, seine Musik zu präsentieren.
2019 veröffentlichte er “All Blues”, ein Album mit Blues-Coverversionen, gefolgt von “Frampton Forgets the Words” (2021), einem weiteren instrumentalen Werk. Seine “Never Say Never Tour” bewies, dass er trotz aller Widrigkeiten nicht bereit war, die Bühne endgültig zu verlassen. 2024 wurde ihm schließlich die höchste Ehre zuteil: die Aufnahme in die Rock & Roll Hall of Fame. Im selben Jahr erhielt er auch den Les Paul Spirit Award der Les Paul Foundation. Diese Auszeichnungen würdigten nicht nur sein musikalisches Erbe, sondern auch seinen unermüdlichen Kampfgeist.
Peter Frampton ist dreimal verheiratet gewesen. Seine erste Ehe mit Mary Lovett dauerte von 1972 bis 1976, die zweite mit Barbara Gold von 1983 bis 1993, aus der die Kinder Jade und Julian stammen. Seit 1996 ist er mit Tina Elfers verheiratet, mit der er die Tochter Mia hat. Er lebt heute in Nashville, Tennessee, und wurde 2004 US-Staatsbürger, unter anderem um nach den Ereignissen des 11. September politisch aktiver sein zu können.
Seine legendäre 1954 Gibson Les Paul Custom, liebevoll “Phenix” genannt, galt nach einem Flugzeugunglück in den 1980er Jahren als verloren, wurde aber Jahre später wiedergefunden und zurückerworben. Diese Gitarre ist ein Symbol für Framptons gesamte Karriere: verloren geglaubt, aber niemals wirklich verschwunden. Sein Einfluss auf die Rockmusik ist unbestritten. Die Talk-Box, die er populär machte, wurde von zahllosen Musikern übernommen. Seine emotionale Spielweise und seine Fähigkeit, mit der Gitarre Geschichten zu erzählen, inspirieren bis heute Generationen von Musikern.
Ob im Radio, im Streaming oder auf Online-Plattformen – Peter Framptons Musik bleibt zeitlos. Seine Songs werden weiterhin gespielt und geliebt, und sein Vermächtnis als einer der größten Gitarristen des Classic Rock ist gesichert. Trotz aller Höhen und Tiefen, trotz Unfällen und Krankheit, bleibt Peter Frampton ein Kämpfer, ein Künstler und vor allem ein Musiker, der niemals aufgehört hat, uns den Weg zu zeigen.
Wir konnten leider keine Konzerte von Peter Frampton finden.
Geschrieben von: RadioMonster.FM
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