When in Rome – Steckbrief, Songs & Konzerte

today01.03.2026

Hintergrund
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When in Rome ist ein britisches Synth-Pop-Trio aus Manchester, das Ende der 1980er Jahre mit seinem unvergesslichen Hit „The Promise” weltweite Bekanntheit erlangte. Die Band prägte mit ihrem melodiösen Sound und eingängigen Synthesizer-Arrangements die New-Wave-Ära nachhaltig. Heute existieren zwei verschiedene Formationen, die das musikalische Erbe der Gruppe fortführen.

Künstlername When in Rome
Mitglieder Clive Farrington, Andrew Mann, Michael Floreale
Genre Synth-Pop, New Wave, Dance-Pop
Größter Hit The Promise
Gründungsjahr 1987
Auflösungsjahr 1990
Land England
Markenzeichen Harmonische Gesangsparts, elektronische Synthesizer-Sounds, emotional-melodiöse Songs

Die Anfänge in Manchester

Webradio Steckbrief - When in Rome

Im Jahr 1987 formierte sich in der nordenglischen Musikmetropole Manchester eine Band, die schon bald die internationalen Charts erobern sollte. Clive Farrington, Michael Floreale und Andrew Mann schlossen sich zusammen, um gemeinsam Musik zu machen, die den Zeitgeist der späten Achtziger perfekt einfangen sollte. Farrington hatte bereits Erfahrung in der Band Beau Leisure gesammelt, ebenso wie Andy O’Connell, der zunächst als Gründungsmitglied dabei war, die Gruppe jedoch früh wieder verließ.

Die kreative Chemie zwischen Farrington und Floreale erwies sich als besonders fruchtbar. Die beiden begannen intensiv, Songs zu schreiben und produzierten erste Demos in einem ungewöhnlichen Studio – einem kleinen Gartenhaus hinter dem Elternhaus von Clive Farrington. Der Platz war so begrenzt, dass sie ihre Keyboards vertikal an den Wänden befestigen mussten. Trotz dieser bescheidenen Verhältnisse entstanden hier Aufnahmen, die bald die Aufmerksamkeit der Musikindustrie auf sich ziehen sollten.

Der Durchbruch mit „The Promise”

Als Farrington und Floreale ihre Demos an verschiedene Plattenfirmen schickten, zeigte sich Virgin Records interessiert und nahm die Band über das Sublabel 10 Records unter Vertrag. Die erste Single „The Promise” wurde 1987 zunächst in Großbritannien als 12-Zoll-Maxi-Version veröffentlicht. Der Song kombinierte eingängige Synthesizer-Melodien mit emotionalen Texten und den charakteristischen harmonischen Gesangsparts von Farrington und Mann – eine Kombination, die sich als unwiderstehlich erweisen sollte.

Als „The Promise” 1988 in den USA erschien, entwickelte sich der Song zum regelrechten Phänomen. Er kletterte auf Platz 11 der Billboard Hot 100 und eroberte sogar die Spitzenposition der US Dance Club Play Charts. Die Produktion nutzte elektronische Instrumente wie die LinnDrum und den Roland SH-101, was dem Track seinen unverwechselbaren Sound verlieh. In Großbritannien erreichte die Single zwar nur Platz 58, doch der amerikanische Erfolg war überwältigend und machte When in Rome praktisch über Nacht zu internationalen Stars.

Der Erfolg von „The Promise” führte dazu, dass Virgin Records die Produktion eines kompletten Albums finanzierte. Am 3. Mai 1988 erschien das selbstbetitelte Debütalbum „When in Rome”, das in den USA Platz 84 der Billboard 200 erreichte und sich auch in Schweden mit Platz 42 in den Charts platzieren konnte.

Weitere Singles und das Ende der Originalbesetzung

Nach dem durchschlagenden Erfolg von „The Promise” versuchte die Band, an diesen Triumph anzuknüpfen. Die Folgesingle „Heaven Knows” erschien 1988/89 und schaffte es immerhin auf Platz 95 der US Hot 100 sowie auf Platz 14 der US Dance Club Play Charts. Doch der große kommerzielle Durchbruch blieb aus. Die weiteren Singles „Everything” und „Sight of Your Tears” konnten kaum noch Chartimpact erzielen, wobei „Everything” nicht einmal die Hot 100 erreichte und „Sight of Your Tears” 1990 lediglich Platz 40 in den US Dance Charts schaffte.

Die ausbleibenden Erfolge führten dazu, dass Virgin Records das Interesse an der Band verlor und sie fallen ließ. Ohne Label-Unterstützung löste sich When in Rome etwa 1990 auf. Was als vielversprechende Karriere begonnen hatte, endete nach nur einem Album und wenigen Singles. Die drei Musiker gingen zunächst getrennte Wege, und es schien, als wäre When in Rome nur eine weitere Band gewesen, die nach einem großen Hit in der Versenkung verschwand.

Die Wiedergeburt in zwei Formationen

Doch „The Promise” sollte nicht in Vergessenheit geraten. Der Song wurde über die Jahre hinweg zu einem Klassiker der Achtziger und fand immer wieder neue Hörer. Besonders die Verwendung im Film „Napoleon Dynamite” im Jahr 2004 brachte dem Track erneut große Aufmerksamkeit. Diese anhaltende Popularität motivierte die ehemaligen Bandmitglieder, wieder aktiv zu werden – allerdings auf unterschiedliche Weise.

Ab Mitte der 2000er Jahre begannen zwei verschiedene Formationen, unter dem Namen When in Rome aufzutreten. Michael Floreale gründete „When in Rome II” und ließ den Bandnamen in den USA als Trademark schützen. Mit neuen Musikern wie Tony Fennell, Chris Willett und Jack Ivins tourte er unter diesem Banner und veröffentlichte 2015 sogar ein Album mit dem Titel „When in Rome II”.

Parallel dazu formierten sich Clive Farrington und Andrew Mann als „When in Rome UK”, oft auch unter dem Banner „Farrington + Mann formerly of When in Rome”. Mit dem Drummer Rob Juarez traten sie ebenfalls auf, mussten jedoch aufgrund der Markenrechte außerhalb Großbritanniens unter modifizierten Nennungen auftreten. Diese Situation führte zu rechtlichen Auseinandersetzungen um den Bandnamen, die bis heute die Aktivitäten beider Formationen beeinflussen.

Das Vermächtnis und die Gegenwart

Trotz der komplizierten Rechtslage und der Tatsache, dass zwei verschiedene Versionen der Band existieren, bleibt „The Promise” ein zeitloser Klassiker, der regelmäßig im Internetradio und auf Streaming-Plattformen läuft. Der Song wurde millionenfach reproduziert und für verschiedene Film-Soundtracks verwendet. Seine eingängige Melodie und die emotionale Tiefe sprechen auch heute noch neue Generationen von Hörern an.

Im Jahr 2020 veröffentlichten Farrington und Mann zum 30. Jubiläum eine Orchester-Version von „The Promise”, die dem Song eine völlig neue Dimension verlieh. Clive Farrington schrieb zudem eine Autobiographie mit dem Titel „Confessions of a One Hit Wonder: The Promise… And the Aftermath”, in der er die Geschichte der Band und die Herausforderungen eines One-Hit-Wonders reflektiert.

When in Rome mag nur ein Album und eine Handvoll Singles veröffentlicht haben, doch ihr Einfluss auf die Synth-Pop-Szene ist unbestreitbar. Die Band verkörpert perfekt den Sound der späten Achtziger mit ihren elektronischen Arrangements, harmonischen Vocals und melodiösen Kompositionen. Während andere Bands dieser Ära in Vergessenheit gerieten, bleibt „The Promise” ein fester Bestandteil der Pop-Kultur und wird weiterhin auf Radio-Sendern weltweit gespielt. Die Tatsache, dass beide Formationen der Band heute noch aktiv sind und touren, zeigt, dass die Musik von When in Rome nichts von ihrer Anziehungskraft verloren hat. Für Fans der Achtziger Jahre bleibt die Band ein leuchtendes Beispiel dafür, wie ein einziger perfekter Song unsterblich werden kann.

Songs von When in Rome im Radio

Konzerte von When in Rome

Wir konnten leider keine Konzerte von When in Rome finden.

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Geschrieben von: RadioMonster.FM