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today01.03.2026
The Go-Go’s gelten als Pionierinnen des New Wave und waren die erste reine Frauenband, die mit selbst geschriebenen und eingespielten Songs die Spitze der US-Charts eroberte. Mit Hits wie “We Got the Beat”, “Vacation” und “Head Over Heels” prägten sie den Sound der frühen 1980er Jahre. Trotz mehrfacher Auflösungen und Wiedervereinigungen bleibt ihr Einfluss auf die Rockmusik bis heute spürbar.
| Künstlername | The Go-Go’s |
| Mitglieder | Belinda Carlisle, Jane Wiedlin, Charlotte Caffey, Gina Schock, Kathy Valentine |
| Genre | New Wave, Pop Rock, Power Pop |
| Größter Hit | We Got the Beat |
| Gründungsjahr | 1978 |
| Land | USA |
| Markenzeichen | Erste reine Frauenband mit selbst geschriebenen Nr. 1-Hits, eingängige Melodien mit punkiger Attitüde |

Im Jahr 1978 formierte sich in Los Angeles eine Band, die zunächst unter dem Namen “The Misfits” auftrat. Die Gründerinnen Belinda Carlisle, Jane Wiedlin, Margot Olavarría, Elissa Bello und Charlotte Caffey bewegten sich in der aufkeimenden Punk-Szene Kaliforniens. Was als lockeres Projekt begann, entwickelte sich rasch zu einer ernsthaften musikalischen Unternehmung. Die Band benannte sich bald in The Go-Go’s um und etablierte sich in den Clubs der Westküste.
Die frühe Besetzung war noch im Fluss. 1979 übernahm Gina Schock das Schlagzeug von Elissa Bello und brachte damit eine neue Energie in die Band. Ein Jahr später, im Dezember 1980, ersetzte Kathy Valentine die Bassistin Margot Olavarría. Valentine hatte zuvor kaum Erfahrung am Bass, lernte aber die Songs innerhalb weniger Tage und wurde zu einem integralen Bestandteil der Band. Diese klassische Fünfer-Besetzung sollte den charakteristischen Sound der Go-Go’s prägen.
Das Jahr 1981 markierte den Wendepunkt in der Karriere der Go-Go’s. Ihr Debütalbum “Beauty and the Beat” erschien und entwickelte sich zu einem phänomenalen Erfolg. Das Album erreichte nicht nur Platz 1 der US-Billboard 200 Charts, sondern hielt diese Position sechs Wochen lang. Damit schrieben The Go-Go’s Musikgeschichte: Sie waren die erste reine Frauenband, die ein selbst geschriebenes und eingespieltes Album an die Chartspitze brachte.
Die Singles “We Got the Beat” und “Our Lips Are Sealed” wurden zu Hymnen einer ganzen Generation. “We Got the Beat” kletterte bis auf Platz 2 der US-Charts und wurde zum kommerziell erfolgreichsten Song der Band. Der unwiderstehliche Beat und die energiegeladene Darbietung machten den Song zu einem Dauerbrenner, der auch heute noch auf vielen Webradio-Stationen läuft. Das Album verkaufte sich millionenfach und etablierte The Go-Go’s als eine der wichtigsten Bands der New-Wave-Ära.
Der Erfolg setzte sich 1982 mit dem zweiten Album “Vacation” fort. Der Titelsong wurde erneut ein großer Hit und erreichte Platz 8 der Charts. Doch hinter den Kulissen kämpfte die Band mit Problemen. Während der Tournee musste Schlagzeugerin Gina Schock wegen einer angeborenen Herzfehlbildung operiert werden, was die Band vor eine ernste Herausforderung stellte. Dennoch hielt die Gruppe zusammen und setzte ihre Arbeit fort.
1984 erschien das dritte Studioalbum “Talk Show”, aus dem die Singles “Head Over Heels” und “Turn to You” ausgekoppelt wurden. “Head Over Heels” erreichte Platz 11 der Charts und zeigte die Band in einer etwas reiferen, weniger punkigen Variante. Allerdings konnte das Album kommerziell nicht mehr an die Erfolge der ersten beiden Veröffentlichungen anknüpfen. Die Verkaufszahlen blieben hinter den Erwartungen zurück, und interne Spannungen nahmen zu. Der Druck des Erfolgs, unterschiedliche künstlerische Visionen und persönliche Differenzen führten schließlich 1985 zur Auflösung der Band.
Nach der Trennung verfolgten die Mitglieder verschiedene Wege. Belinda Carlisle startete eine äußerst erfolgreiche Solokarriere mit Hits wie “Heaven Is a Place on Earth” und “Circle in the Sand”. Auch Jane Wiedlin veröffentlichte Soloalben und hatte mit “Rush Hour” einen beachtlichen Erfolg. Charlotte Caffey widmete sich dem Songwriting für andere Künstler, während Gina Schock und Kathy Valentine ebenfalls musikalisch aktiv blieben.
Die Fans mussten jedoch nicht allzu lange auf eine Wiedervereinigung warten. In den 1990er Jahren fanden mehrere Reunion-Touren statt, die zeigten, dass die Chemie zwischen den Musikerinnen noch immer funktionierte. Im Jahr 2001 überraschten The Go-Go’s mit einem komplett neuen Studioalbum: “God Bless the Go-Go’s” bewies, dass die Band auch nach langer Pause noch relevante Musik produzieren konnte. Das Album erhielt positive Kritiken und zeigte eine gereifte, aber immer noch energiegeladene Band.
Die Bedeutung der Go-Go’s für die Musikgeschichte wurde im Laufe der Jahre zunehmend anerkannt. 2011 erhielten sie einen Stern auf dem Hollywood Walk of Fame, eine Ehrung, die ihre Leistungen für die Unterhaltungsindustrie würdigte. Zehn Jahre später, 2021, folgte die Aufnahme in die Rock and Roll Hall of Fame – eine Anerkennung, auf die die Band lange gewartet hatte. Bereits 1982 waren sie als “Best New Artist” für einen Grammy nominiert worden.
Darüber hinaus wurden The Go-Go’s in die Women Songwriters Hall of Fame und die California Hall of Fame aufgenommen. Ihr kultureller Einfluss zeigte sich auch 2018, als das Broadway-Musical “Head Over Heels” Premiere feierte, das die Songs der Band verwendete. Im Jahr 2020 veröffentlichten sie mit “Club Zero” nach 19 Jahren Pause erstmals wieder einen neuen Song, der auf Streaming-Plattformen und im Internetradio gespielt wurde.
Obwohl Belinda Carlisle 2023 erklärte, die Band sei aufgelöst, wurden bereits für 2025 wieder Konzerte angekündigt, darunter ein Auftritt beim renommierten Coachella-Festival. Diese Ankündigung zeigt, dass The Go-Go’s auch nach über vier Jahrzehnten noch eine lebendige Kraft in der Musikwelt sind. Ihr Einfluss auf nachfolgende Generationen von Musikerinnen ist unbestritten – sie ebneten den Weg für unzählige weibliche Rockbands und bewiesen, dass Frauen in der Rockmusik nicht nur als Sängerinnen, sondern als vollwertige Musikerinnen und Songwriterinnen erfolgreich sein können. Die Kombination aus eingängigen Melodien, punkiger Attitüde und der unverwechselbaren Stimme von Belinda Carlisle, unterstützt von den harmonischen Backings von Jane Wiedlin und Charlotte Caffey, bleibt bis heute ein Markenzeichen, das The Go-Go’s zu einer der ikonischsten Bands der 1980er Jahre macht.
Wir konnten leider keine Konzerte von The Go-Go's finden.
Geschrieben von: RadioMonster.FM
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