Candy Dulfer – Steckbrief, Songs & Konzerte

today28.02.2026

Hintergrund
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Candy Dulfer ist eine niederländische Saxophonistin, die mit ihrem einzigartigen Mix aus Jazz, Funk und Soul weltweit bekannt wurde. Ihr internationaler Durchbruch gelang 1989 mit dem Hit “Lily Was Here”, der in zahlreichen Ländern die Charts eroberte. Seit über drei Jahrzehnten begeistert sie mit virtuosem Saxophonspiel und mitreißenden Performances ein internationales Publikum.

Künstlername Candy Dulfer
Genre Jazz, Smooth Jazz, Funk, Soul
Größter Hit Lily Was Here
Geburtsdatum 19. September 1969
Geburtsort Amsterdam, Niederlande
Staatsangehörigkeit Niederländisch
Sternzeichen Jungfrau
Markenzeichen Virtuoses Altsaxophonspiel, energiegeladene Bühnenpräsenz

Frühe Jahre und musikalische Wurzeln

Webradio Steckbrief - Candy Dulfer

Candy Dulfer wurde in eine musikalische Familie hineingeboren. Ihr Vater Hans Dulfer ist ein renommierter Jazz-Saxophonist, der die musikalische Entwicklung seiner Tochter maßgeblich prägte. Schon im Alter von fünf Jahren zeigte sich Candys Interesse an der Musik, zunächst am Schlagzeug. Mit sechs Jahren begann sie, Sopransaxophon zu spielen, bevor sie mit sieben zum Altsaxophon wechselte, das zu ihrem Markenzeichen werden sollte.

Ihre ersten Auftritte absolvierte Candy bereits als Kind. Mit elf Jahren nahm sie erste Stücke mit der Band ihres Vaters “De Perikels” auf. Ein besonderer Meilenstein war ihr Auftritt beim North Sea Jazz Festival im Alter von zwölf Jahren, wo sie als Teil von Rosa Kings Ladies Horn Section auf der Bühne stand. Diese frühen Erfahrungen legten den Grundstein für ihre spätere Karriere und zeigten bereits ihr außergewöhnliches Talent.

Mit vierzehn Jahren gründete Candy ihre eigene Band “Funky Stuff”, was ihren Ehrgeiz und ihre Eigenständigkeit unter Beweis stellte. In den frühen 1980er Jahren trat sie vor allem in den Niederlanden auf und sammelte wertvolle Bühnenerfahrung bei verschiedenen Festivals. Diese Zeit war entscheidend für die Entwicklung ihres charakteristischen Stils, der Jazz mit funkigen Grooves verbindet.

Der internationale Durchbruch

Das Jahr 1989 markierte den Wendepunkt in Candy Dulfers Karriere. Die Zusammenarbeit mit Dave Stewart von den Eurythmics führte zum Instrumentalhit “Lily Was Here”, der ursprünglich aus einer spontanen Jam-Session entstand und zunächst gar nicht als Single geplant war. Der Song entwickelte sich jedoch zu einem weltweiten Erfolg und erreichte Platz 1 in den Niederlanden, wo er sich fünf Wochen an der Spitze hielt. In Großbritannien kletterte er auf Platz 6, in den USA auf Platz 11, und auch in zahlreichen anderen europäischen Ländern eroberte er die Top-20.

Dieser Erfolg öffnete Candy die Türen zur internationalen Musikszene. 1990 veröffentlichte sie ihr Debütalbum “Saxuality”, das millionenfach verkauft wurde und ihr eine Grammy-Nominierung einbrachte. Das Album erreichte Platz 3 in den niederländischen Charts und platzierte sich hervorragend in den US Contemporary Jazz Charts. Mit “Saxuality” etablierte sich Candy als ernstzunehmende Künstlerin, die Jazz und Popmusik auf innovative Weise miteinander verband.

Der Erfolg von “Saxuality” war mehr als nur ein kommerzieller Triumph. Das Album demonstrierte Candys Fähigkeit, komplexe Jazzharmonien mit eingängigen Melodien zu verbinden und dabei ihre technische Virtuosität zu zeigen. Ihre energiegeladenen Performances und ihr charismatisches Auftreten machten sie zu einer gefragten Live-Künstlerin. Die Grammy-Nominierung bestätigte, dass sie nicht nur in Europa, sondern auch in den USA als bedeutende Musikerin wahrgenommen wurde.

Zusammenarbeit mit Musiklegenden

In den 1990er Jahren entwickelte sich eine besondere Beziehung zwischen Candy Dulfer und Prince, die ihre Karriere nachhaltig prägen sollte. Prince war von ihrem Spiel so beeindruckt, dass er sie regelmäßig für seine Projekte engagierte. Der legendäre Musiker soll einmal gesagt haben: “When I want sax, I call Candy.” Diese Zusammenarbeit gipfelte in ihrer Teilnahme an der Musicology Tour 2004, bei der sie als festes Bandmitglied auftrat und ihre Fähigkeiten einem noch größeren Publikum präsentieren konnte.

Neben Prince arbeitete Candy mit einer beeindruckenden Liste weiterer Künstler zusammen. Van Morrison, Beyoncé und zahlreiche andere Stars schätzten ihr Talent und holten sie für Aufnahmen und Konzerte. Diese Kollaborationen zeigten ihre Vielseitigkeit und ihre Fähigkeit, sich in unterschiedlichste musikalische Kontexte einzufügen. Ob bei funkigen Grooves, soulvollen Balladen oder jazzigen Improvisationen – Candy bewies immer wieder, dass sie stilistisch flexibel und technisch brillant war.

Diese Zusammenarbeiten waren nicht nur künstlerisch bereichernd, sondern halfen auch dabei, ihre Musik einem breiteren Publikum zugänglich zu machen. Fans verschiedener Genres lernten durch diese Kooperationen Candys Saxophonspiel kennen und schätzen. Ihre Präsenz auf großen Bühnen und bei hochkarätigen Produktionen festigte ihren Ruf als eine der führenden Saxophonistinnen ihrer Generation.

Kontinuierlicher künstlerischer Erfolg

Nach dem erfolgreichen Start ihrer Solokarriere veröffentlichte Candy Dulfer kontinuierlich neue Alben, die ihre musikalische Entwicklung dokumentierten. 1993 erschien “Sax-a-Go-Go”, das Platz 5 in den US Contemporary Jazz Charts erreichte und über viele Wochen in den Charts blieb. Es folgten “Big Girl” (1995), “For the Love of You” (1997) und “Girls Night Out” (1999), die alle ihre Position in der Smooth Jazz-Szene festigten.

Ein besonderer Höhepunkt war das Album “Candy Store” aus dem Jahr 2007, das Platz 2 in den US Billboard Top Contemporary Jazz Charts erreichte. Die Singles “Candy Store” und “L.A. Citylights” schafften es beide auf Platz 1 der US Smooth Jazz National Airplay Charts. Dieses Album zeigte, dass Candy auch nach fast zwei Jahrzehnten im Geschäft noch immer relevante und kommerziell erfolgreiche Musik produzieren konnte. Im selben Jahr startete sie auch ihre Karriere als Moderatorin mit der Sendung “Candy Meets…”, in der sie Musiker interviewte.

In den folgenden Jahren blieb Candy produktiv und experimentierfreudig. Alben wie “Funked Up” (2009), “Crazy” (2011) und “Together” (2017) zeigten verschiedene Facetten ihres musikalischen Schaffens. 2022 veröffentlichte sie “We Never Stop”, ihr erstes Album bei Mascot Label Group, mit der Single “Jammin’ Tonight”, an der auch Nile Rodgers mitwirkte. Auch Live-Alben wie “Live in Amsterdam” (2001) und “Live at Montreux 2002” dokumentierten ihre beeindruckenden Bühnenfähigkeiten und wurden von Fans und Kritikern gleichermaßen geschätzt.

Besondere Projekte und Engagement

Neben ihrer Musikkarriere engagiert sich Candy Dulfer auch in verschiedenen anderen Bereichen. Sie ist Botschafterin für die niederländische ALS-Stiftung und nutzt ihre Bekanntheit, um auf diese Krankheit aufmerksam zu machen. Dieses soziale Engagement zeigt eine weitere Dimension ihrer Persönlichkeit jenseits der Bühne.

Während der Corona-Pandemie bewies Candy erneut ihre Kreativität und Anpassungsfähigkeit. Sie startete die “Music in my Kitchen Challenge” und die Web-Show “Club Dauphine TV”, mit denen sie trotz geschlossener Konzertsäle mit ihren Fans in Kontakt blieb. Diese Initiativen wurden gut angenommen und zeigten, wie Künstler in schwierigen Zeiten neue Wege finden können, um ihre Musik zu teilen. Viele Fans schätzten diese persönlicheren Formate, die über klassisches Streaming oder Internetradio hinausgingen.

Eine besondere Ehre wurde Candy 2017 zuteil, als sie Ehrenbürgerin der serbischen Stadt Niš wurde. Diese Auszeichnung erhielt sie aufgrund ihrer wiederholten Auftritte beim Nišville Jazz Festival und ihrer Förderung der Stadt in den Medien. Solche internationalen Anerkennungen unterstreichen ihren Status als weltweite Botschafterin des Jazz.

Instrumente und technische Besonderheiten

Candy Dulfers Hauptinstrument ist das Altsaxophon, mit dem sie ihren unverwechselbaren Sound kreiert. Bis etwa 2010 spielte sie auf einem legendären Selmer Mark VI Altsaxophon, einem Instrument, das von vielen der größten Saxophonisten der Geschichte geschätzt wurde. Danach wechselte sie zum Free Wind Saxophon des niederländischen Herstellers Friso Heidinga, für das sie als Endorserin fungiert. Gelegentlich greift sie auch zum Sopransaxophon und ergänzt ihre Musik mit Keyboard und elektronischen Elementen.

Ihr Spiel zeichnet sich durch eine Kombination aus technischer Virtuosität und emotionaler Ausdruckskraft aus. Sie beherrscht sowohl komplexe Jazz-Improvisationen als auch eingängige, melodische Linien, die auch Hörer ansprechen, die nicht primär Jazzfans sind. Diese Vielseitigkeit macht ihre Musik für ein breites Publikum zugänglich, ohne dabei an künstlerischer Tiefe zu verlieren.

Ihre Bühnenpräsenz ist ein weiteres Markenzeichen. Candy ist bekannt für ihre energiegeladenen Performances, bei denen sie das Publikum mit ihrer Leidenschaft und Spielfreude mitreißt. Ihr visueller Stil, ihre Outfits und ihre gesamte Bühnendarstellung tragen zu einem Gesamterlebnis bei, das weit über das reine Hören hinausgeht. Diese Kombination aus musikalischer Exzellenz und visueller Attraktivität hat sie zu einer der beliebtesten Live-Künstlerinnen im Jazz-Bereich gemacht.

Vermächtnis und Einfluss

Mit einer Karriere, die sich über mehr als drei Jahrzehnte erstreckt, hat Candy Dulfer einen bedeutenden Beitrag zur Entwicklung des zeitgenössischen Jazz geleistet. Sie hat gezeigt, dass Jazz nicht elitär oder unzugänglich sein muss, sondern mit Funk, Soul und Pop verschmelzen kann, ohne seine Authentizität zu verlieren. Ihre Musik erreicht Menschen, die vielleicht nie ein klassisches Jazzkonzert besuchen würden, und öffnet ihnen die Tür zu diesem Genre.

Als eine der wenigen Frauen, die sich in der männerdominierten Welt des Jazz-Saxophons durchgesetzt haben, ist Candy auch ein Vorbild für junge Musikerinnen. Sie hat bewiesen, dass Geschlecht kein Hindernis für eine erfolgreiche Karriere in diesem Bereich sein muss. Ihre Zusammenarbeiten mit den größten Namen der Musikindustrie zeigen, dass sie auf Augenhöhe mit den Besten ihres Fachs agiert.

Heute ist Candy Dulfer weiterhin aktiv und tourt regelmäßig durch Europa, die USA und Japan. Ihre Konzerte sind nach wie vor gut besucht, und ihre Musik wird auf zahlreichen Plattformen gespielt, von klassischen Radiosendern bis hin zu modernen Online-Diensten. Mit ihrem Album “We Never Stop” aus dem Jahr 2022 hat sie eindrucksvoll bewiesen, dass sie auch nach so vielen Jahren im Geschäft noch immer kreativ und relevant ist. Ihr Einfluss auf die Smooth Jazz-Szene und darüber hinaus ist unbestritten, und ihr musikalisches Erbe wird noch viele Jahre nachwirken.

Konzerte von Candy Dulfer

Wir konnten leider keine Konzerte von Candy Dulfer finden.

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Geschrieben von: RadioMonster.FM