Tophits Charts & Hits
Dance Dance Hits & Classics
Evergreens Best of 60's - 00's
Rock Finest Rock Music
R&B Classics & New Vibes
Schlager Deutscher Schlager
Deutsch 100 % Deutsche Musik
80’s Nur das Beste aus den 80ern
90’s Dein 90er Throwback
2000’s Die größten Hits von 2000 bis 2009
today28.02.2026
Bus Stop war ein britisches Dance-Projekt aus London, das Ende der 1990er Jahre mit energiegeladenen Cover-Versionen bekannter Hits die Charts eroberte. Ihr größter Erfolg war die Dance-Version von “Kung Fu Fighting” zusammen mit dem Originalinterpreten Carl Douglas, die 1998 Platz 8 der UK-Charts erreichte. Die Gruppe kombinierte elektronische Beats mit Rap-Einlagen und machte sich einen Namen als Spezialisten für tanzbare Neuinterpretationen von Klassikern.
| Künstlername | Bus Stop |
| Mitglieder | Darren Sampson (Daz Sampson), Graham Turner, Mark Hall, Nikki Reid |
| Genre | Dance, Eurodance, Pop Rap |
| Größter Hit | Kung Fu Fighting (feat. Carl Douglas) |
| Gründungsjahr | 1998 |
| Auflösungsjahr | 2002 |
| Land | Vereinigtes Königreich |
| Markenzeichen | Dance-Remakes bekannter Klassiker mit Rap-Parts und Originalinterpreten |

Im Jahr 1998 formierte sich in der britischen Hauptstadt London eine Gruppe junger Musiker, die eine frische Idee hatten: Sie wollten bekannte Songs aus vergangenen Jahrzehnten in ein modernes Dance-Gewand hüllen und mit zeitgemäßen Rap-Elementen aufpeppen. Darren Sampson, der später unter seinem Künstlernamen Daz Sampson bekannt wurde, übernahm die Hauptvocals und die markanten Rap-Parts. An seiner Seite standen Graham Turner, Mark Hall und Nikki Reid, die für Produktion, Arrangement und Performance verantwortlich waren.
Das Konzept war simpel, aber effektiv: Man nahm eingängige Melodien, die bereits Millionen von Menschen kannten, und verpasste ihnen einen elektronischen Beat, der die Tanzflächen der späten Neunziger zum Beben bringen sollte. Diese Strategie erwies sich als goldrichtig und sollte Bus Stop zu einem der interessantesten Dance-Acts ihrer Zeit machen.
Noch im Gründungsjahr gelang Bus Stop der große Wurf. Ihre Dance-Version von “Kung Fu Fighting” wurde zu einem massiven Hit und erreichte Platz 8 der britischen Charts. Besonders clever war die Entscheidung, den Originalinterpreten Carl Douglas mit ins Boot zu holen, der den Song bereits 1974 weltberühmt gemacht hatte. Douglas steuerte seine unverwechselbaren Originalvocals bei, während Daz Sampson mit seinen Rap-Einlagen für den modernen Touch sorgte.
Die Single hielt sich beeindruckende elf Wochen in den UK-Charts und erreichte auch in Australien die Top 15. Der Song wurde zu einem Dauerbrenner in Clubs und auf Partys, und viele Hörer entdeckten durch die Bus-Stop-Version erst den Klassiker aus den Siebzigern. Die Mischung aus Nostalgie und zeitgemäßem Sound traf den Nerv der Zeit perfekt. Wer heute auf einem Internetradio durch die Hits der Neunziger zappt, stößt unweigerlich auf diesen energiegeladenen Track.
Nach dem Erfolg von “Kung Fu Fighting” setzte Bus Stop auf die bewährte Formel und veröffentlichte weitere Cover-Versionen. Ende 1998 folgte “You Ain’t Seen Nothin’ Yet”, eine Neuinterpretation des Bachman-Turner Overdrive-Klassikers, bei der erneut der Originalinterpret Randy Bachman mitwirkte. Die Single erreichte Platz 22 in den UK-Charts und bestätigte, dass das Konzept funktionierte.
1999 wagten sich Bus Stop an “Jump”, den legendären Van-Halen-Hit, und landeten erneut in den Top 25 der britischen Charts auf Platz 23. Das Debütalbum “Ticket to Ride” erschien 1998 und enthielt eine Sammlung ihrer Dance-Remakes. Zwei Jahre später folgte das zweite Album “Get It On”, das unter anderem die gleichnamige T.-Rex-Cover-Version enthielt, die allerdings mit Platz 59 in den Charts weniger erfolgreich war.
Die Band experimentierte weiter mit verschiedenen Klassikern und veröffentlichte Versionen von Songs wie “Footloose”, “Long Train Runnin'” und “Na Na Hey Hey Kiss Him Goodbye”. Ihr drittes und letztes Album “Bustin’ Rhymes & Melodies” erschien 2002, kurz bevor sich die Gruppe auflöste. Insgesamt veröffentlichte Bus Stop drei Studioalben und zahlreiche Singles, die vor allem in der Dance- und Club-Szene Anklang fanden.
Bus Stop hatte einen bemerkenswerten Einfluss auf die aufkommende Rhythmus-Gaming-Szene der späten Neunziger und frühen Zweitausender. Mehrere ihrer Songs wurden in die beliebte “Dancemania”-Compilation-Reihe aufgenommen, die besonders in Japan enorm populär war. Noch bedeutender war die Verwendung ihrer Tracks in der “Dance Dance Revolution”-Spielreihe, einem der erfolgreichsten Musik-Arcade-Games aller Zeiten.
Diese Präsenz in der Gaming-Welt brachte Bus Stop eine ganz neue Fangemeinde ein und sorgte dafür, dass ihre Musik über die traditionellen Radio- und Club-Kanäle hinaus Verbreitung fand. Junge Spieler in Arcade-Hallen weltweit tanzten zu den energiegeladenen Beats von Bus Stop, oft ohne zu wissen, dass es sich um Neuinterpretationen älterer Hits handelte. Diese crossmediale Präsenz war für einen Dance-Act der damaligen Zeit durchaus ungewöhnlich und trug zur Langlebigkeit ihrer Musik bei.
Im Jahr 2002, nach vier Jahren intensiver Aktivität, löste sich Bus Stop auf. Die Mitglieder verfolgten unterschiedliche musikalische Wege, blieben aber alle der elektronischen Tanzmusik treu. Graham Turner und Mark Hall gründeten das Duo Flip & Fill, das in den frühen Zweitausender Jahren mit eigenen Dance-Hits erfolgreich war und die musikalische Vision von Bus Stop in gewisser Weise fortführte.
Darren Sampson, das Gesicht und die Stimme von Bus Stop, entwickelte eine besonders vielseitige Karriere. Er war an verschiedenen Projekten beteiligt, darunter Fraud Squad, Rikki & Daz und Uniting Nations. Seinen wohl größten Moment im Rampenlicht erlebte er 2006, als er als Daz Sampson mit dem Song “Teenage Life” das Vereinigte Königreich beim Eurovision Song Contest vertrat. Obwohl er nicht gewann, bewies dieser Auftritt seine anhaltende Präsenz in der britischen Musikszene.
Bus Stop mag nur vier Jahre aktiv gewesen sein, doch ihr Einfluss auf die Dance-Musik der späten Neunziger Jahre war beträchtlich. Sie perfektionierten die Kunst des intelligenten Covers, indem sie nicht einfach alte Songs kopierten, sondern sie mit Respekt vor dem Original in einen neuen Kontext setzten. Die Zusammenarbeit mit den Originalinterpreten war dabei ein Schlüsselelement, das ihre Versionen von billigen Kopien unterschied.
Ihre Musik lebt heute weiter auf Streaming-Plattformen und in Online-Radios, die sich auf die Musik der Neunziger spezialisiert haben. Wer auf einem Webradio die Dance-Hits jener Ära durchstöbert, kommt an Bus Stop nicht vorbei. Sie repräsentieren eine Zeit, in der elektronische Tanzmusik zugänglich und partyfreundlich war, ohne dabei ihre Energie und ihren Spaßfaktor zu verlieren.
Die Tatsache, dass ihre Songs auch Jahrzehnte später noch in Clubs gespielt werden und Teil von Nostalgie-Playlists sind, spricht für die Qualität ihrer Produktionen. Bus Stop bewiesen, dass man mit Kreativität, dem richtigen Gespür für eingängige Melodien und einer Prise Respekt vor der Musikgeschichte auch als Cover-Band einen bleibenden Eindruck hinterlassen kann. Ihr größter Hit “Kung Fu Fighting” bleibt ein Paradebeispiel dafür, wie man einen Klassiker für eine neue Generation aufbereiten kann, ohne dabei die Seele des Originals zu verlieren.
Wir konnten leider keine Konzerte von Bus Stop finden.
Geschrieben von: RadioMonster.FM
90er dance hits britische dance gruppe Bus Stop Dance Cover dance dance revolution dance remakes daz sampson eurodance 90er flip & fill kung fu fighting
RADIOMONSTER.FM - Bei uns bist DU Musikchef!