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today28.02.2026
Members of Mayday war ein deutsches Techno-Projekt, das von WestBam und Klaus Jankuhn 1991 ins Leben gerufen wurde. Die Formation prägte über zwei Jahrzehnte die deutsche Rave-Kultur durch ihre legendären Hymnen für das gleichnamige Mayday-Festival. Mit “Sonic Empire” gelang ihnen 1997 der internationale Durchbruch und ein Nummer-eins-Hit in Deutschland.
| Künstlername | Members of Mayday |
| Mitglieder | WestBam (Maximilian Lenz), Klaus Jankuhn |
| Genre | Techno, Rave, elektronische Tanzmusik |
| Größter Hit | Sonic Empire |
| Gründungsjahr | 1991 |
| Auflösungsjahr | 2014 |
| Land | Deutschland |
| Markenzeichen | Jährliche Hymnen für das Mayday-Festival |

Als Maximilian Lenz, besser bekannt als WestBam, und Klaus Jürgen Jankuhn 1991 das Projekt Members of Mayday gründeten, hatten sie eine klare Vision vor Augen: Sie wollten jährlich die offizielle Hymne für das Mayday-Rave-Event produzieren, das sich zu einer der größten Indoor-Rave-Veranstaltungen Deutschlands entwickeln sollte. Die beiden Musiker kannten sich bereits aus ihrer Schulzeit in Münster und teilten die Leidenschaft für elektronische Musik und die aufkommende Techno-Bewegung.
WestBam, am 4. März 1965 in Münster geboren, wuchs in einer künstlerisch geprägten Familie auf. Seine Eltern waren beide Kunstlehrer mit Hippie-Hintergrund, was seine kreative Entwicklung nachhaltig beeinflusste. Sein Bruder Fabian Lenz wurde später als DJ Dick ebenfalls in der Szene aktiv. Klaus Jankuhn, geboren am 12. Januar 1965, ergänzte WestBams DJ-Fähigkeiten perfekt mit seinem Produktionstalent. Gemeinsam gründeten sie auch das Label Low Spirit, das zu einem wichtigen Pfeiler der deutschen Techno- und Rave-Musik der Neunzigerjahre wurde.
Die ersten Hymnen erschienen 1992 noch unter WestBams Solo-Namen, darunter “The Mayday Anthem” und “Forward Ever Backward Never”. Schnell etablierte sich jedoch die gemeinsame Marke Members of Mayday als eigenständiges Projekt. Der Sound entwickelte sich kontinuierlich weiter und integrierte Elemente aus E-Techno, Trance und Rave zu einem unverwechselbaren Stil, der die Energie und Atmosphäre der legendären Mayday-Events perfekt einfing.
1995 veröffentlichten Members of Mayday ihr erstes Studioalbum “Members Only”, das die Grundlage für ihren späteren Erfolg legte. Doch der eigentliche Durchbruch sollte erst zwei Jahre später kommen. Mit “Sonic Empire” gelang dem Duo 1997 ein spektakulärer Charterfolg: Die Single stieg auf Platz eins der deutschen Charts und hielt sich beeindruckende 24 Wochen in den Charts. Auch international war der Track erfolgreich und erreichte in der Schweiz Platz sieben, in Österreich Platz fünfzehn und selbst in Großbritannien Platz 59. Der Song wurde in Deutschland über 500.000 Mal verkauft und erreichte Platinstatus.
Nach dem Riesenerfolg von “Sonic Empire” folgten weitere Hits. 1998 erschien “Save The Robots”, das Platz 38 in Deutschland erreichte. Ein Jahr später kam “Soundtropolis” heraus, das sich bis auf Platz 14 vorarbeitete. Insgesamt schafften es etwa 18 Singles von Members of Mayday in die deutschen Charts, wovon rund zehn die Top-20 erreichten. Besonders erfolgreich waren auch “10 In 01” aus dem Jahr 2001, das Platz 16 in Deutschland und sogar Platz 31 in Großbritannien erreichte, sowie “Culture Flash” von 2002 mit Platz 13 in Deutschland.
Das Jahr 2001 markierte einen wichtigen Meilenstein in der Geschichte des Projekts. Mit “Anthems of the Decade 1991-2001” veröffentlichten WestBam und Jankuhn ein Kompilationsalbum, das die ersten zehn Jahre ihrer Zusammenarbeit Revue passieren ließ. Diese Sammlung dokumentierte eindrucksvoll die Entwicklung der deutschen Rave-Kultur und die zentrale Rolle, die Members of Mayday darin gespielt hatten. Das Album wurde nicht nur von Fans geschätzt, sondern auch von Radiostationen und Internetradio-Plattformen gespielt, die den Sound der Neunziger am Leben hielten.
Auch in den 2000er Jahren blieben Members of Mayday produktiv. 2009 erschien das Album “All In One”, das zeigte, dass das Duo auch nach fast zwei Jahrzehnten noch frische Ideen hatte. Parallel dazu veröffentlichten sie weitere Kompilationen wie “The Complete Anthem Collection 1992-2007” sowie Live-Alben, die die Energie ihrer Auftritte bei den Mayday-Events in Dortmund einfingen. Die Jahre 2010 und 2011 waren besonders geprägt von intensiven Live-Performances, die das Projekt lebendig hielten.
Klaus Jankuhn erhielt für seine Arbeit als Produzent mehrere Auszeichnungen, darunter 1995 den ECHO Pop-Preis als “Bester Produzent national” sowie Dance Music Awards. Diese Ehrungen unterstrichen die Bedeutung seiner Produktionsarbeit nicht nur für Members of Mayday, sondern für die gesamte deutsche Techno-Szene. WestBam, der mittlerweile in Berlin-Prenzlauer Berg lebte, hatte sich längst als eine der prägenden Figuren der deutschen elektronischen Musik etabliert.
Im Februar 2014 kam es zum Bruch: WestBam verließ das Projekt aufgrund künstlerischer und persönlicher Differenzen mit dem Veranstalter i-Motion. Damit endete Members of Mayday faktisch nach 23 Jahren. Die letzte offizielle Hymne war 2013 in den Charts erschienen. Der Abschied markierte das Ende einer Ära, die die deutsche Rave- und Techno-Kultur maßgeblich geprägt hatte.
Nach der Auflösung rief WestBam neue Projekte wie “MAYDAY Masters” und “Friends of Mayday” ins Leben, stellte jedoch klar, dass die Musik der ursprünglichen Formation geschützt bleibe. Das Konzept der jährlichen Festival-Hymne, das Members of Mayday über zwei Jahrzehnte perfektioniert hatten, blieb einzigartig. Die kraftvollen Sounds, die Club-Atmosphäre und die pure Begeisterung, die ihre Tracks transportierten, werden bis heute auf Streaming-Plattformen und in Webradio-Sendungen gespielt und erinnern an die goldenen Jahre der deutschen Rave-Kultur. Das Mayday-Festival selbst, 1991 von WestBam in Berlin initiiert, entwickelte sich zu einem Herzstück der Szene und zog über die Jahre Hunderttausende Besucher an. Members of Mayday schufen nicht nur Musik, sondern einen Soundtrack für eine ganze Generation von Ravern.
Wir konnten leider keine Konzerte von Members of Mayday finden.
Geschrieben von: RadioMonster.FM
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