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today28.02.2026
Era ist ein faszinierendes Musikprojekt des französischen Komponisten Éric Lévi, das seit 1996 gregorianische Choräle mit modernen elektronischen und orchestralen Elementen verbindet. Der weltweite Durchbruch gelang mit der mystischen Single “Ameno”, die in zahlreichen Ländern die Charts eroberte. Mit über sechs Millionen verkauften Alben weltweit hat Era einen einzigartigen Sound geschaffen, der spirituelle Atmosphäre mit zeitgenössischer Popmusik vereint.
| Künstlername | Era |
| Mitglieder | Éric Lévi (Gründer, Komponist), Guy Protheroe, Harriet Jay, Florence Dedam, Murielle Lefebvre, Eric Geisen |
| Genre | New Age, Sacred Fusion, Gregorianischer Pop |
| Größter Hit | Ameno |
| Gründungsjahr | 1996 |
| Land | Frankreich |
| Markenzeichen | Pseudo-lateinische Texte, gregorianische Choräle, mystisch-spirituelle Atmosphäre |

Éric Jacques Levisalles, geboren am 23. Dezember 1955 in Paris, begann seine musikalische Karriere in völlig anderen Gefilden als jenen, für die er später weltberühmt werden sollte. In den 1970er Jahren gründete der junge Musiker die Hard-Rock-Band Speedball, die 1976 in Shakin’ Street umbenannt wurde. Mit dieser Formation tourte Lévi durch die USA und teilte sich die Bühne mit Rocklegenden wie AC/DC und Black Sabbath. Diese Zeit prägte seinen musikalischen Horizont und vermittelte ihm ein tiefes Verständnis für kraftvolle Arrangements und emotionale Intensität.
Der entscheidende Wendepunkt in Lévis Karriere kam Anfang der 1990er Jahre, als er sich der Filmmusik zuwandte. Seine Komposition für den französischen Kinoerfolg “Les Visiteurs” aus dem Jahr 1993 wurde zum Meilenstein. Bereits hier experimentierte er mit der Verschmelzung von Chorälen und modernen Orchester- sowie Elektronikelementen. Diese innovative Herangehensweise sollte zum Fundament seines späteren Projekts Era werden und einen völlig neuen musikalischen Stil begründen.
Im Jahr 1996 veröffentlichte Éric Lévi das Debütalbum “Era”, das die Musikwelt im Sturm eroberte. Die Leadsingle “Ameno” wurde zum Phänomen und erreichte in zahlreichen Ländern Top-Platzierungen. In Frankreich, Belgien und Schweden schaffte es der Song in die Top 5, in Deutschland immerhin auf Platz 12. Was “Ameno” so besonders machte, war die einzigartige Kombination aus gregorianischen Gesängen, mystischen pseudo-lateinischen Texten und modernen Produktionstechniken. Der Song schuf eine spirituelle Atmosphäre, die Hörer weltweit in ihren Bann zog.
Das Besondere an den Texten von Era ist ihre bewusste Konstruktion: Guy Protheroe, Co-Autor und Sänger bei “Ameno”, kreierte zusammen mit Lévi eine Kunstsprache, die an Latein erinnert, aber keine konkrete Bedeutung hat. Diese Entscheidung verlieh den Liedern eine universelle Qualität, die über Sprachbarrieren hinweg funktionierte. Das Debütalbum verkaufte sich weltweit über sechs Millionen Mal und erreichte in Frankreich die Spitzenposition der Charts. Era hatte einen völlig neuen Sound etabliert, der sakrale Musik ins 21. Jahrhundert katapultierte.
Nach dem überwältigenden Erfolg des Debüts folgte im Jahr 2000 das Album “Era 2”, das in Frankreich und Belgien jeweils Platz 2 der Charts erreichte und über 1,1 Millionen Exemplare in 31 Ländern verkaufte. Lévi bewies damit, dass Era kein einmaliges Phänomen war, sondern ein nachhaltiges Projekt mit eigenständiger künstlerischer Vision. Das Album vertiefte den charakteristischen Sound und bot Singles wie “Divano” und “Infanati”, die den mystischen Charakter des Projekts weiter ausbauten.
2003 erschien “The Mass”, ein Album, das den Era-Sound mit noch kraftvolleren orchestralen Arrangements anreicherte. Der Titelsong wurde besonders populär und fand Verwendung in zahlreichen Werbekampagnen und Sportveranstaltungen. Die Musik von Era entwickelte sich zu einem beliebten Bestandteil von Internetradio-Programmen, die spirituelle und entspannende Musik suchten. Das Jahr 2004 brachte mit “The Very Best of Era” eine erste Kompilation, die die größten Erfolge des Projekts zusammenfasste und neue Hörer anzog.
Mit “Reborn” (2008) wagte Lévi eine leichte Neuausrichtung, behielt aber die Kernelemente des Era-Sounds bei. Besonders interessant wurde es 2009 und 2010 mit den Alben “Classics” und “Classics II”, auf denen Era Werke von Bach, Mozart, Verdi und Vivaldi im charakteristischen Stil interpretierte. Diese Alben zeigten die Vielseitigkeit des Projekts und die Fähigkeit, klassische Meisterwerke in einen zeitgenössischen Kontext zu überführen. 2013 folgte eine ungewöhnliche Kollaboration mit der französischen Schauspielerin und Sängerin Arielle Dombasle, die die künstlerische Bandbreite von Era weiter demonstrierte.
Über zwei Jahrzehnte lang existierte Era ausschließlich als Studioprojekt. Éric Lévi, der in London lebte, konzentrierte sich auf die Produktion und verzichtete auf Live-Auftritte. Dies änderte sich erst 2019, als Era erstmals mit einem vollständigen Ensemble auf Tournee ging. Die Live-Shows vereinten Chöre, Orchester und moderne Bühnentechnik zu einem beeindruckenden Gesamterlebnis, das die mystische Atmosphäre der Studioalben auf die Bühne brachte.
2017 hatte Lévi mit “The 7th Sword” bereits ein neues Studioalbum veröffentlicht, das bewies, dass Era auch nach über 20 Jahren noch kreativ und relevant war. Der Song “7 Seconds” (ein Cover) und andere Tracks zeigten eine Weiterentwicklung des Sounds, ohne die charakteristischen Elemente aufzugeben. Das Jahr 2022 markierte einen weiteren Meilenstein mit “The Live Experience”, dem ersten offiziellen Live-Album des Projekts, das die Energie und Kraft der Konzerte einfing.
Era erhielt 1999 eine “Victoire de la musique”, einen der prestigeträchtigsten französischen Musikpreise. Doch die wahre Auszeichnung liegt in der anhaltenden kulturellen Wirkung des Projekts. “Ameno” entwickelte sich im Laufe der Jahre zu einem kulturellen Phänomen, das weit über die ursprüngliche Veröffentlichung hinausgeht. Der Song wird in sozialen Medien als Meme verwendet, dient als Eingangsmusik bei Wrestling- und MMA-Veranstaltungen und findet sich in unzähligen Werbekampagnen wieder.
Die Musik von Era wird heute auf zahlreichen Streaming-Plattformen und im Radio gespielt, wo sie eine treue Hörerschaft gefunden hat, die die Verbindung von Tradition und Moderne schätzt. Das Projekt hat einen einzigartigen Platz in der Musikgeschichte erobert – irgendwo zwischen New Age, Pop und sakraler Musik. Mit Verkaufszahlen von mehreren Millionen Alben weltweit und einer Karriere, die nun fast drei Jahrzehnte umspannt, hat Éric Lévi mit Era bewiesen, dass spirituelle Musik und kommerzielle Erfolg sich nicht ausschließen müssen. Das Markenzeichen aus gregorianischen Chorälen, pseudo-lateinischen Texten und moderner Produktion bleibt einzigartig und unverwechselbar – ein zeitloser Sound, der Generationen von Hörern berührt hat und weiterhin berühren wird.
Wir konnten leider keine Konzerte von Era finden.
Geschrieben von: RadioMonster.FM
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