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today28.02.2026
The Farm sind eine britische Alternative-Rock-Band aus Liverpool, die Anfang der 1980er Jahre gegründet wurde und vor allem durch ihren Hymnen-Hit „All Together Now” weltweite Bekanntheit erlangte. Die Gruppe prägte mit ihrem Mix aus Indie-Rock und Dance-Elementen die sogenannte Baggy-Bewegung und feierte Anfang der 1990er Jahre große kommerzielle Erfolge.
| Künstlername | The Farm |
| Mitglieder | Peter Hooton, Steve Grimes, Keith Mullin, Carl Hunter, Ben Leach, Roy Boulter |
| Genre | Alternative Rock, Alternative Dance, Indie Rock, Baggy |
| Größter Hit | All Together Now |
| Gründungsjahr | 1983 |
| Land | England, Großbritannien |
| Markenzeichen | Sozialpolitische Texte, Verbindung von Indie-Rock mit Dance-Beats, enge Bindung zur Fußballkultur |

The Farm formierten sich 1983 im Arbeiterviertel von Liverpool, einer Stadt mit reicher Musiktradition. Die Urbesetzung bestand aus Peter Hooton, Steve Grimes, John Melvin und Andy McVann. Ursprünglich nannten sie sich „The Excitements”, bevor sie den Namen The Farm annahmen. Die Band bewegte sich zunächst im Post-Punk- und Indie-Umfeld und veröffentlichte erste Singles auf ihrem eigenen Independent-Label Produce Records.
Die frühen Jahre waren von Experimentierfreude und dem Willen zur Unabhängigkeit geprägt. Peter Hooton, der auch das Fanzine „The End” herausgab, brachte eine politische und soziale Perspektive in die Band ein, die sich später in vielen Texten widerspiegeln sollte. Die Gruppe produzierte Mitte der 1980er Jahre mehrere Singles, darunter auch Zusammenarbeiten mit Graham „Suggs” McPherson von Madness.
Ein tragischer Schicksalsschlag ereignete sich am 1. Oktober 1986, als Schlagzeuger Andy McVann im Alter von nur 21 Jahren bei einer Polizeiverfolgung ums Leben kam. Ihm widmete die Band später ihr erfolgreichstes Album „Spartacus”. Trotz dieses schweren Verlustes machte The Farm weiter und entwickelte ihren Sound kontinuierlich weiter.
Ende der 1980er Jahre wandte sich The Farm einem tanzbaren, von House-Musik beeinflussten Sound zu, der perfekt zur aufkommenden Baggy-Bewegung passte. Diese Stilrichtung verband Gitarrenrock mit Dance-Beats und prägte die britische Musikszene nachhaltig. 1990 gelang der Band mit der Single „Groovy Train” der erste größere Erfolg, die bis auf Platz 6 der britischen Charts kletterte.
Der eigentliche Durchbruch kam jedoch mit „All Together Now”, das im Dezember 1990 veröffentlicht wurde und Platz 4 der UK-Charts erreichte. Der Song basiert auf einer Melodie, die Ähnlichkeiten mit Pachelbels Kanon aufweist, und behandelt thematisch den Weihnachtsfrieden von 1914 im Ersten Weltkrieg. Die hymnische Qualität des Stücks machte es schnell zu einer Stadion-Hymne, die bis heute bei Fußballspielen gesungen wird.
Im März 1991 erschien das Album „Spartacus”, das sofort auf Platz 1 der britischen Albumcharts einstieg. Die Platte vereinte tanzbare Rhythmen mit gesellschaftskritischen Texten und wurde zum Soundtrack einer Generation. Weitere Singles wie „Don’t Let Me Down” folgten und festigten den Status der Band als eine der führenden Gruppen der britischen Alternative-Szene. Die Musik von The Farm wurde auch über Internetradio und Streaming-Dienste einer neuen Generation zugänglich gemacht.
Nach dem überwältigenden Erfolg von „Spartacus” veröffentlichte The Farm 1992 ihr zweites Album „Love See No Colour”. Obwohl das Album solide Kritiken erhielt und Singles wie die Coverversion von „Don’t You Want Me” (Platz 18 UK) sowie „Rising Sun” hervorbrachte, konnte es nicht an den kommerziellen Erfolg des Debüts anknüpfen. Die Band experimentierte weiter mit ihrem Sound und integrierte mehr elektronische Elemente.
1994 folgte das dritte Studioalbum „Hullabaloo”, das jedoch noch weniger erfolgreich war. Der musikalische Zeitgeist hatte sich verändert, und die Baggy-Bewegung war weitgehend von Britpop abgelöst worden. The Farm fanden sich in einem schwierigen Marktumfeld wieder, und nach der Veröffentlichung von „Hullabaloo” legte die Band 1996 eine längere Pause ein.
In dieser Phase widmeten sich die Bandmitglieder anderen Projekten. Peter Hooton engagierte sich verstärkt politisch und sozial, insbesondere im Kontext der Hillsborough-Katastrophe und des damit verbundenen Boykotts der Zeitung The Sun. Er erhielt 2015 eine Ehrendoktorwürde der Edge Hill University für sein gesellschaftliches Engagement.
Ab 2004 kam es zu einer Wiedervereinigung von The Farm. Die Band trat wieder regelmäßig auf und spielte ihre Klassiker vor begeistertem Publikum. Besonders bemerkenswert war die Neuaufnahme von „All Together Now” als offizielle Hymne der englischen Fußballnationalmannschaft zur Europameisterschaft 2004. Diese Version erreichte erneut Platz 5 der britischen Charts und bewies die anhaltende Popularität des Songs.
In den folgenden Jahren konzentrierte sich die Band hauptsächlich auf Live-Auftritte und spielte auf Festivals sowie in Clubs. Ihre Musik erreichte durch Radio und Online-Streaming auch jüngere Hörer, die die Energie und den sozialen Kommentar der Band zu schätzen wussten. The Farm blieben ihrer Liverpooler Identität treu und engagierten sich weiterhin für soziale Themen.
Im Dezember 2024 kündigte die Band eine Sensation an: Ihr erstes neues Studioalbum seit über 30 Jahren sollte im Mai 2025 unter dem Titel „Let The Music (Take Control)” erscheinen. Das Album, das schließlich für Juni 2025 angekündigt wurde, enthält zehn neue Songs und wurde mit der Originalbesetzung aus der Hochphase aufgenommen. Singles wie „Forever & Ever” und „Feel The Love” gaben bereits einen Vorgeschmack auf den Sound, der die klassischen Elemente der Band mit zeitgenössischen Produktionstechniken verbindet.
The Farm haben weit mehr hinterlassen als nur eingängige Melodien. Ihre Musik spiegelt die Arbeiterklassenkultur Liverpools wider und verbindet politisches Bewusstsein mit tanzbarer Energie. „All Together Now” wurde zu einer inoffiziellen Hymne, die bei Sportveranstaltungen, politischen Demonstrationen und Gemeinschaftsveranstaltungen gleichermaßen gesungen wird. Die universelle Botschaft von Einheit und Frieden hat den Song zu einem zeitlosen Klassiker gemacht.
Die Band war Teil der wichtigen Baggy-Bewegung, die Ende der 1980er und Anfang der 1990er Jahre die britische Musiklandschaft prägte. Zusammen mit Bands wie The Stone Roses und Happy Mondays schufen sie einen Sound, der Indie-Rock und Dance-Musik auf innovative Weise verschmolz. Diese Fusion beeinflusste zahlreiche nachfolgende Künstler und ist bis heute in der britischen Musikszene spürbar.
Peter Hooton als Frontmann verkörpert die Verbindung von Musik und sozialem Aktivismus. Seine Arbeit als Fanzine-Herausgeber, sein Engagement für Gerechtigkeit im Fall Hillsborough und seine akademischen Beiträge zur Fußballkultur machen ihn zu einer respektierten Figur weit über die Musikszene hinaus. Die Band selbst bleibt ein Symbol für authentische, gesellschaftlich engagierte Rockmusik aus Liverpool.
Mit der Veröffentlichung ihres neuen Albums 2025 beweisen The Farm, dass sie auch nach vier Jahrzehnten noch relevante und energiegeladene Musik schaffen können. Ihre Fähigkeit, sich neu zu erfinden, ohne ihre Wurzeln zu verleugnen, macht sie zu einer dauerhaften Kraft in der britischen Musiklandschaft. Für Fans, die ihre Musik über Webradio oder Streaming-Plattformen entdecken, bieten The Farm eine faszinierende Mischung aus Geschichte, Energie und zeitloser Botschaft.
Wir konnten leider keine Konzerte von The Farm finden.
Geschrieben von: RadioMonster.FM
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