Nu Shooz – Steckbrief, Songs & Konzerte

today28.02.2026

Hintergrund
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Nu Shooz ist eine US-amerikanische Band aus Portland, Oregon, die in den 1980er Jahren mit ihrem Hit “I Can’t Wait” weltweite Bekanntheit erlangte. Das Duo um Valerie Day und John Smith verband geschickt Elemente aus R&B, Synthpop und Dance zu einem unverwechselbaren Sound. Ihre Erfolgsgeschichte ist geprägt von einem ungewöhnlichen Weg zum Ruhm und einer tiefen Verwurzelung in der Musikszene von Portland.

Künstlername Nu Shooz
Mitglieder Valerie Day, John Smith
Genre R&B, Pop, Freestyle, New Wave, Synthpop, Dance
Größter Hit I Can’t Wait
Gründungsjahr 1979
Land USA
Markenzeichen Charakteristischer Dutch Mix, Valerie Days markanter Gesang

Die Anfänge in Portland

Webradio Steckbrief - Nu Shooz

Die Geschichte von Nu Shooz beginnt 1975, als sich die damals 15-jährige Valerie Day und der 19-jährige John Smith in Portland, Oregon kennenlernten. Beide waren bereits in der lokalen Musikszene aktiv und spielten zunächst in Jazz- und Latin-Jazz-Formationen. Die musikalische Chemie zwischen den beiden war von Anfang an spürbar, und so dauerte es nicht lange, bis sie begannen, gemeinsam an eigenen Projekten zu arbeiten. John Smith, der in Cleveland und Los Angeles aufgewachsen war, brachte vielfältige musikalische Einflüsse mit, während Valerie mit ihrer kraftvollen Stimme und ihrem Gespür für Soul und R&B überzeugte.

1979 gründeten sie offiziell Nu Shooz, zunächst als größere Formation mit Hornsection und mehreren Musikern. Die Band orientierte sich anfangs stark an Soul und Fusion, entwickelte aber zunehmend einen Sound, der Funk, R&B und Pop miteinander verband. Portland war damals nicht gerade als Zentrum der kommerziellen Popmusik bekannt, was die spätere Karriere der Band umso bemerkenswerter macht. In den frühen Jahren spielten Nu Shooz vor allem in lokalen Clubs und bauten sich eine treue Fangemeinde auf.

Der steinige Weg zum Erfolg

1982 veröffentlichte die Band ihr Debütalbum “Can’t Turn It Off”, das jedoch kommerziell wenig Beachtung fand. Trotz des ausbleibenden Erfolgs gaben Valerie und John nicht auf und arbeiteten weiter an ihrer Musik. 1985 erschien die EP “Tha’s Right!”, die den Song “I Can’t Wait” enthielt. Dieser Track sollte ihr Leben verändern, allerdings nicht sofort. Die Aufnahme war unter bescheidenen Bedingungen entstanden – John Smith hatte im Winter 1983 ein kleines vierspuriges Aufnahmegerät gemietet, und “I Can’t Wait” war einer der ersten Songs, die damit produziert wurden.

Zunächst wurde “I Can’t Wait” nur regional in Portland veröffentlicht und fand dort moderate Aufmerksamkeit. Der eigentliche Durchbruch kam auf ungewöhnliche Weise: Der niederländische DJ Peter Slaghuis erstellte einen Remix des Songs, den sogenannten “Dutch Mix”, der in den Niederlanden zu einem Hit wurde. Diese Version verbreitete sich wie ein Lauffeuer in europäischen Clubs und erreichte schließlich auch die Aufmerksamkeit von Atlantic Records. Anfang 1986 nahm das Major-Label die Band unter Vertrag und veröffentlichte den Song neu.

Der internationale Durchbruch mit “I Can’t Wait”

Was folgte, war eine beispiellose Erfolgsgeschichte. “I Can’t Wait” eroberte die Charts weltweit: In den USA erreichte der Song Platz 3 der Billboard Hot 100, wurde Nummer 1 in den Dance Charts und Platz 2 in den R&B-Charts. In Kanada kletterte er sogar auf die Spitzenposition, in Großbritannien und Deutschland jeweils auf Platz 2. Der charakteristische Synthpop-Sound kombiniert mit Valeries eindringlichem Gesang und dem tanzbaren Beat machte den Song zu einem Klassiker der 1980er Jahre. Wer heute einen Internetradio-Sender mit 80er-Jahre-Musik einschaltet, wird mit hoher Wahrscheinlichkeit früher oder später auf diesen unvergesslichen Track stoßen.

Das dazugehörige Album “Poolside” erschien 1986 und wurde ebenfalls ein kommerzieller Erfolg. Es erhielt Gold-Status sowohl in den USA als auch in Kanada und verkaufte über 500.000 Exemplare. Neben “I Can’t Wait” enthielt das Album weitere erfolgreiche Singles wie “Point of No Return”, das Platz 28 in den US-Charts und sogar Platz 1 in den Dance-Charts erreichte. Die Band tourte ausgiebig und trat in zahlreichen Fernsehshows auf. 1987 wurden Nu Shooz für einen Grammy als “Best New Artist” nominiert – eine bemerkenswerte Anerkennung für eine Band aus Portland.

Weitere Erfolge und kreative Entwicklung

1988 folgte das Album “Told U So”, das die Single “Should I Say Yes?” enthielt. Der Song erreichte Platz 41 in den Hot 100 und Platz 17 in den R&B-Charts. Auch “Are You Lookin’ for Somebody Nu” war auf den Dance-Floors erfolgreich und kletterte auf Platz 2 der Dance-Charts. Obwohl diese Erfolge nicht ganz an “I Can’t Wait” heranreichten, bewiesen Nu Shooz, dass sie mehr als eine One-Hit-Wonder waren.

In den folgenden Jahren wurde es ruhiger um die Band. Ein geplantes Album namens “Eat & Run” wurde vorbereitet, aber nie offiziell veröffentlicht. Valerie und John, die mittlerweile geheiratet hatten und einen Sohn namens Malcolm bekamen, konzentrierten sich auf andere Projekte. Valerie arbeitete als Jazzmusikerin, Gesangslehrerin und Session-Sängerin, während John als Produzent und Songwriter tätig war. Die beiden blieben jedoch ihrer Heimatstadt Portland treu und engagierten sich weiterhin in der lokalen Musikszene.

Späte Wiederentdeckung und Vermächtnis

In den 2000er Jahren erlebte Nu Shooz eine Art Renaissance. Zwischen 2006 und 2010 traten sie als Nu Shooz Orchestra auf und veröffentlichten 2010 das Album “Pandora’s Box”. 2012 folgte “Kung Pao Kitchen”, ein Album mit Archivmaterial, und 2016 erschien “Bagtown”, das Songs enthielt, die teilweise bereits in den späten 1980er und frühen 1990er Jahren entstanden waren. Diese späteren Werke zeigten die musikalische Vielseitigkeit des Duos und ihre Fähigkeit, verschiedene Genres zu verschmelzen.

2007 wurde die Band in die Oregon Music Hall of Fame aufgenommen – eine verdiente Ehrung für ihre Pionierarbeit und ihren Beitrag zur Musikgeschichte des Bundesstaates. Nu Shooz blieben bis 2019 aktiv auf Tour, bevor sie sich offiziell zurückzogen. Ihre Musik lebt jedoch weiter, nicht zuletzt durch Radio-Streaming-Dienste und Webradio-Stationen, die die Hits der 1980er Jahre am Leben erhalten. “I Can’t Wait” bleibt ein zeitloser Klassiker, der auch neue Generationen von Musikfans begeistert und die besondere Magie jener Ära einfängt, in der elektronische Klänge und traditionelle Songstrukturen auf innovative Weise miteinander verschmolzen.

Songs von Nu Shooz im Radio

Konzerte von Nu Shooz

Wir konnten leider keine Konzerte von Nu Shooz finden.

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Geschrieben von: RadioMonster.FM