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today28.02.2026
Randy Crawford gehört zu den großen Stimmen des Soul und Jazz. Mit ihrer warmen, ausdrucksstarken Stimme eroberte sie vor allem Europa und wurde dort zu einer gefeierten Interpretin von Balladen und Jazz-Soul-Klassikern. Hits wie „One Day I’ll Fly Away” und „Almaz” machten sie unsterblich.
| Künstlername | Randy Crawford |
| Bürgerlicher Name | Veronica Crawford |
| Genre | Jazz, Soul, R&B, Smooth Jazz |
| Größter Hit | One Day I’ll Fly Away |
| Geburtsdatum | 18. Februar 1952 |
| Geburtsort | Macon, Georgia, USA |
| Staatsangehörigkeit | Amerikanisch |
| Sternzeichen | Wassermann |
| Markenzeichen | Emotionaler, warmer Gesang mit Soul- und Jazz-Elementen |

Geboren als Veronica Crawford in Macon, Georgia, wuchs Randy in Cincinnati, Ohio, auf. Schon früh zeigte sich ihr außergewöhnliches Gesangstalent. In der Kirche und in der Schule sang sie regelmäßig, und mit gerade einmal 15 Jahren stand sie bereits in Nachtclubs auf der Bühne. Ihr Vater begleitete sie oft zu diesen frühen Auftritten und unterstützte ihre musikalische Entwicklung. Die junge Randy war von Soul, Gospel und Jazz gleichermaßen fasziniert und entwickelte einen Stil, der all diese Einflüsse in sich vereinte.
In den frühen 1970er Jahren bekam sie ihren ersten Plattenvertrag bei Columbia Records. Ihre erste Single „Knock On Wood” / „If You Say the Word” markierte den Beginn einer bemerkenswerten Karriere. Doch es waren die Zusammenarbeiten mit Jazz-Größen wie Cannonball Adderley und George Benson, die ihr den Weg in die Jazzszene ebneten. Diese frühen Jahre waren geprägt von intensivem Lernen und dem Aufbau eines Netzwerks in der Musikindustrie.
Der große Durchbruch kam 1979, als Randy Crawford mit der Fusion-Jazz-Band The Crusaders den Song „Street Life” aufnahm. Dieser Track wurde zu einem internationalen Hit und katapultierte sie in die erste Liga der Soul- und Jazz-Sängerinnen. Die Kombination aus funkigen Rhythmen, jazzigen Bläsersätzen und ihrer unverwechselbaren Stimme traf den Nerv der Zeit. „Street Life” wurde zu einem Klassiker, der bis heute in zahlreichen Compilations und Soundtracks zu finden ist.
Dieser Erfolg öffnete Randy die Türen für eine Solokarriere. Ihre ersten Alben „Everything Must Change” von 1976 und „Miss Randy Crawford” von 1977 hatten bereits ihre Vielseitigkeit gezeigt, doch nun war sie bereit, die Welt im Sturm zu erobern. Mit „Raw Silk” von 1979 und „Now We May Begin” von 1980 etablierte sie sich endgültig als eigenständige Künstlerin mit einer treuen Fangemeinde, besonders in Europa.
Die 1980er Jahre wurden zu Randy Crawfords erfolgreichster Phase. 1980 veröffentlichte sie „One Day I’ll Fly Away”, eine gefühlvolle Ballade, die in Großbritannien Platz 2 der Charts erreichte und in Belgien und den Niederlanden sogar die Spitzenposition eroberte. Dieser Song wurde zu ihrer Hymne und ist bis heute ihr bekanntestes Solo-Werk. Die emotionale Tiefe und die perfekte Interpretation machten ihn zu einem zeitlosen Klassiker, der auch heute noch auf vielen Internetradio-Sendern läuft.
Es folgten weitere Hits wie „You Might Need Somebody” und „Rainy Night in Georgia”, beide 1981 veröffentlicht. Besonders in Großbritannien, Irland und den Benelux-Ländern wurde Randy zur Kultfigur. Ihre Alben „Secret Combination” von 1981, „Windsong” von 1982 und „Nightline” von 1983 verkauften sich hervorragend und festigten ihren Status als eine der führenden Soul-Jazz-Interpretinnen ihrer Zeit.
1986 kam dann „Almaz”, ein Song, der eine besondere Bedeutung für Randy hatte. Es war einer der wenigen Titel, die sie selbst geschrieben hatte. Inspiriert von einem eritreischen Flüchtlingspaar aus ihrer Nachbarschaft, erzählt der Song eine berührende Geschichte. „Almaz” bedeutet „Diamant” auf Tigrinya und Amharisch, und genau das war dieser Song – ein funkelndes Juwel in ihrer Diskografie. Der Track erreichte Platz 4 in den britischen Charts und Platz 2 in Irland.
In den 1990er Jahren setzte Randy Crawford ihre erfolgreiche Karriere fort, wenn auch mit etwas weniger kommerziellem Druck. Alben wie „Rich and Poor” von 1989, „Through the Eyes of Love” von 1992 und „Don’t Say It’s Over” von 1993 zeigten eine gereifte Künstlerin, die sich nicht mehr beweisen musste. Mit „Naked and True” von 1995 kehrte sie zu ihren Soul- und Jazz-Wurzeln zurück und lieferte ein Album ab, das von Kritikern hoch gelobt wurde.
Besonders wichtig wurde in dieser Phase ihre Zusammenarbeit mit dem Jazz-Pianisten Joe Sample. Die beiden verstanden sich musikalisch perfekt und produzierten gemeinsam mehrere Alben. „Feeling Good” von 2006 und „No Regrets” von 2008 waren das Ergebnis dieser fruchtbaren Partnerschaft. Beide Alben erhielten Grammy-Nominierungen, auch wenn Randy nie einen Grammy gewann. Die Nominierungen 2007 für Best Traditional R&B Vocal Performance und 2009 für Best Jazz Vocal Album unterstrichen jedoch ihre anhaltende künstlerische Relevanz.
Obwohl Randy Crawford in den USA nie die gleiche kommerzielle Durchschlagskraft hatte wie in Europa, wurde ihr Talent weltweit anerkannt. 1982 gewann sie den Brit Award als Best British Female Solo Artist – eine bemerkenswerte Auszeichnung für eine amerikanische Künstlerin, die jedoch ihre enorme Popularität in Großbritannien widerspiegelte. Ihre Musik wurde dort mehr geschätzt als in ihrer Heimat, wo sie nie einen Solo-Hit in den Billboard Hot 100 platzieren konnte.
Ihre Stimme wurde oft als „warm”, „emotional” und „ausdrucksstark” beschrieben. Sie hatte die seltene Gabe, jedem Song eine persönliche Note zu verleihen und Emotionen so zu transportieren, dass sie die Herzen der Zuhörer berührte. Diese Qualität machte sie zur idealen Interpretin für Balladen und Jazz-Standards, aber auch für zeitgenössische Soul-Produktionen.
2018 sollte Randy Crawford eine Abschiedstournee durch Südafrika unternehmen, die den Titel „Farewell South Africa” trug. Doch das Schicksal hatte andere Pläne: Ein Schlaganfall zwang sie, alle Auftritte abzusagen. Seither hat sie sich aus dem aktiven Musikgeschäft zurückgezogen und lebt zurückgezogen im Privatleben. Fans auf der ganzen Welt können ihre Musik jedoch weiterhin genießen, sei es über Streaming-Dienste oder im Radio.
Randy Crawfords Vermächtnis ist beeindruckend. Mit über einem Dutzend Studioalben, zahlreichen Hits und unvergesslichen Auftritten hat sie sich einen festen Platz in der Geschichte des Soul und Jazz gesichert. Ihre Musik lebt weiter und inspiriert neue Generationen von Künstlern und Musikliebhabern. Songs wie „One Day I’ll Fly Away”, „Street Life” und „Almaz” sind zeitlose Klassiker, die auch Jahrzehnte nach ihrer Veröffentlichung nichts von ihrer Magie verloren haben.
Ihre Karriere zeigt, dass wahres Talent und Authentizität sich durchsetzen, auch wenn der kommerzielle Erfolg nicht immer sofort oder überall eintritt. Randy Crawford blieb sich selbst treu, experimentierte mit verschiedenen Stilen und arbeitete mit den Besten der Branche zusammen. Das Ergebnis ist ein beeindruckendes musikalisches Erbe, das noch lange nachhallen wird.
Wir konnten leider keine Konzerte von Randy Crawford finden.
Geschrieben von: RadioMonster.FM
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