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today28.02.2026
Trans-X ist ein kanadisches Synth-Pop-Projekt, das 1981 von Pascal Languirand in Montréal gegründet wurde und mit dem Welthit “Living On Video” internationale Bekanntheit erlangte. Das Projekt steht für futuristischen Hi-NRG-Sound mit Synthesizern, Vocoder und Keytar und prägte die elektronische Tanzmusik der 1980er Jahre nachhaltig. Bis heute ist Trans-X aktiv und veröffentlicht regelmäßig neue Musik.
| Künstlername | Trans-X |
| Mitglieder | Pascal Languirand, Luis Broc, Ramón Serratos, Luana Viana de Souza |
| Genre | Synth-Pop, Hi-NRG, Italo-Disco |
| Größter Hit | Living On Video |
| Gründungsjahr | 1981 |
| Land | Kanada |
| Markenzeichen | Keytar, Vocoder, futuristische Texte über Technologie |

Pascal Languirand, am 3. Mai 1955 in Paris geboren, wanderte in jungen Jahren nach Kanada aus und ließ sich in Montréal nieder. Schon vor der Gründung von Trans-X experimentierte er mit Ambient-, Space- und Cosmic-Musik und war fasziniert von den Möglichkeiten elektronischer Klänge. Der Name Trans-X entstand als Hommage an Kraftwerks legendären Track “Trans-Europe Express”, der Languirand nachhaltig inspirierte. 1981 war es dann soweit: Trans-X wurde offiziell ins Leben gerufen, mit dem Ziel, futuristische elektronische Musik zu schaffen, die Technologie und Alltag thematisiert.
1982 stieß Steve Wyatt als Keyboarder und Programmierer zum Projekt hinzu. Gemeinsam nahmen die beiden erste Demos auf, darunter “Vivre sur Vidéo” und “Digital World”. Diese frühen Aufnahmen legten den Grundstein für das, was später zu einem weltweiten Phänomen werden sollte. Die Chemie zwischen Languirand und Wyatt funktionierte perfekt, und sie schufen einen Sound, der sich deutlich von der damaligen Popmusik abhob – pulsierend, synthetisch und zukunftsweisend.
Die Single “Living On Video”, die englische Version von “Vivre sur Vidéo”, erschien erstmals 1983. Doch der große internationale Durchbruch ließ noch auf sich warten. Erst mit der Wiederveröffentlichung im Jahr 1985 explodierte der Song förmlich und verkaufte sich millionenfach. In Großbritannien erreichte die Single Platz 9 der Charts, nachdem sie bei der ersten Veröffentlichung nur auf Platz 77 gekommen war. In den USA schaffte es der Track auf Platz 61 der Billboard Hot 100, und in Ländern wie Spanien, Deutschland und Frankreich eroberte “Living On Video” ebenfalls die Spitzenplätze.
Der Song selbst war seiner Zeit voraus. Der Text thematisierte das Leben mit Videospielen, Computern und Medienkonsum – Themen, die 1983 noch relativ neu waren, aber den Zeitgeist perfekt trafen. Die Produktion mit ihren markanten Synthesizer-Riffs, dem treibenden Beat und dem charakteristischen Vocoder-Gesang machte “Living On Video” zu einer Hymne der elektronischen Tanzmusik. Bis heute gilt der Track als Klassiker und wird regelmäßig im Internetradio und auf Streaming-Plattformen gespielt.
Nach dem Erfolg von “Living On Video” folgten weitere Singles wie “Message on the Radio” und “3-D Dance”, die beide 1983 veröffentlicht wurden. Während “Message on the Radio” nur mäßige Chartplatzierungen erreichte, konnte “3-D Dance” immerhin in Deutschland Platz 58 erklimmen. Dennoch blieb keiner dieser Songs auch nur annähernd so erfolgreich wie der große Hit. Auch spätere Veröffentlichungen wie “Ich Liebe Dich (I Love You)” und “Monkey Dance” konnten international nicht überzeugen.
Ende 1983 verließ Steve Wyatt das Projekt, was eine erste Zäsur darstellte. Laurie Ann Gill übernahm zwischen 1983 und 1985 die Backing Vocals und war bei Live-Auftritten sowie in Videos präsent. Ihre visuelle und stimmliche Präsenz trug zur Bühnenperformance bei, doch nach 1985 ruhte Trans-X zunächst. Das zweite Album “On My Own” erschien 1988, konnte aber außerhalb Kanadas kommerziell nicht an frühere Erfolge anknüpfen. Languirand wandte sich daraufhin verstärkt Ambient- und New-Age-Produktionen zu und arbeitete an Soloprojekten.
Ab Mitte der 1990er Jahre kehrte Trans-X als Live-Projekt zurück. Languirand veröffentlichte 1995 das Album “Trans-X’Xcess” und begann, wieder aktiv aufzutreten. In den folgenden Jahren erschienen zahlreiche weitere Alben, darunter “010101” (2001), “The Drag-Matic Album” (2003) und “L.O.V. 2011” (2011). Besonders bemerkenswert waren die verschiedenen Remakes von “Living On Video”, die 2003 und 2006 veröffentlicht wurden und den Song für neue Generationen zugänglich machten.
2010 zog Trans-X nach Mexiko, wo Languirand neue kreative Impulse fand. Die Live-Besetzung wurde erweitert: Luis Broc kam 2012 als elektronischer Schlagzeuger hinzu, Ramón Serratos stieß 2014 als DJ und Live-Produzent dazu, und seit etwa 2020 ist Luana Viana de Souza für Gesang und Gitarre verantwortlich. Diese neue Formation brachte frischen Wind in das Projekt und ermöglichte es Trans-X, sowohl nostalgische 80er-Fans als auch ein jüngeres Publikum anzusprechen.
In den letzten Jahren hat Trans-X eine beeindruckende Produktivität an den Tag gelegt. 2020 erschien “Dreams Are Made of Fantasies”, gefolgt von “Psy Energy” (2021) und “Teyolia” (2022). Diese Alben zeigen, dass Languirand seiner elektronischen Vision treu geblieben ist, während er gleichzeitig moderne Produktionstechniken integriert. Das Album “Hi-NRG” (2012) und die “Anthology” (2014) dokumentieren zudem die musikalische Reise des Projekts über mehrere Jahrzehnte.
Trans-X bleibt ein faszinierendes Beispiel dafür, wie ein Künstler trotz wechselnder Musiktrends seiner Vision treu bleiben kann. Pascal Languirand hat nie aufgehört, mit elektronischen Klängen zu experimentieren, und sein Einfluss auf die Synth-Pop- und Hi-NRG-Szene ist unbestritten. “Living On Video” wurde hunderte Male gecovert und gesampelt und gilt als einer der definierenden Tracks der 1980er Jahre. Obwohl große Labels das Projekt nicht immer optimal gefördert haben, wie Languirand in Interviews berichtete, hat Trans-X einen festen Platz in der Geschichte der elektronischen Musik erobert. Das Projekt ist bis heute aktiv, tourt regelmäßig und erreicht Fans weltweit über Radio und digitale Plattformen.
Wir konnten leider keine Konzerte von Trans-X finden.
Geschrieben von: RadioMonster.FM
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