Black Kappa – Steckbrief, Songs & Konzerte

today28.02.2026

Hintergrund
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Black Kappa, mit bürgerlichem Namen Tevon Gutzmore, war ein jamaikanischer Reggae- und Dancehall-Künstler, der vor allem durch seine Zusammenarbeit mit der Berliner Band Seeed bekannt wurde. Der 1977 in Jamaika geborene Sänger prägte die deutsche Reggae-Szene nachhaltig und wurde zur Legende der Berliner Musikkultur. Sein markanter Rap-Part in “Dickes B” machte ihn über die Grenzen der Szene hinaus bekannt.

Künstlername Black Kappa
Bürgerlicher Name Tevon Gutzmore
Genre Reggae, Dancehall
Größter Hit Dickes B (mit Seeed)
Geburtsdatum 14. Juni 1977
Geburtsort Saint Mary Parish, Jamaika
Wohnort Berlin, Deutschland
Todesdatum 23. Januar 2024
Sterbeort Berlin, Deutschland
Staatsangehörigkeit Jamaikanisch
Sternzeichen Zwillinge
Markenzeichen Tiefe Stimme, schneller Deejay-Stil

Von Jamaika nach Berlin

Webradio Steckbrief - Black Kappa

Tevon Gutzmore wurde am 14. Juni 1977 in Saint Mary Parish auf Jamaika geboren und wuchs in Montego Bay auf. Schon als Jugendlicher zeigte sich sein musikalisches Talent, als er an verschiedenen Gesangswettbewerben teilnahm und sich in der lokalen Musikszene einen Namen machte. Die karibische Insel mit ihrer reichen Reggae- und Dancehall-Tradition prägte seinen Stil nachhaltig und legte den Grundstein für seine spätere Karriere.

1997 wagte Tevon Gutzmore den großen Schritt und wanderte nach Deutschland aus. Er ließ sich in Berlin nieder, einer Stadt, die zu dieser Zeit eine aufstrebende Reggae- und Dancehall-Szene entwickelte. Die deutsche Hauptstadt bot ihm die perfekte Plattform, um seine jamaikanischen Wurzeln mit europäischen Einflüssen zu verbinden. In den Clubs und auf den Bühnen Berlins fasste er schnell Fuß und wurde zu einem festen Bestandteil der lokalen Musikszene.

Der Durchbruch mit Seeed

Die ersten musikalischen Gehversuche in Deutschland unternahm Black Kappa bereits 1999, als er auf der Single “Made 2 Chill” von Dejavue zu hören war. Doch der wahre Durchbruch sollte zwei Jahre später folgen. Am 2. April 2001 veröffentlichte die Berliner Band Seeed ihre Single “Dickes B”, auf der Black Kappa mit seinem markanten Rap-Part zu hören war. Der Song entwickelte sich zu einem Riesenerfolg und erreichte Platz 27 in den deutschen Charts, Platz 68 in Österreich und Platz 91 in der Schweiz.

“Dickes B” wurde weit mehr als nur ein Hit – der Song entwickelte sich zur inoffiziellen Hymne Berlins. Mit seinen Textzeilen über Straßen, Nachtleben und den einzigartigen Vibe der Hauptstadt traf er den Nerv einer ganzen Generation. Black Kappas tiefer, akzentuierter Deejay-Stil verlieh dem Track eine authentische Reggae-Note, die perfekt mit Seeeds Sound harmonierte. Der Erfolg des Songs machte Black Kappa schlagartig über die Grenzen der Reggae-Szene hinaus bekannt und etablierte ihn als wichtige Stimme der deutschen Urban-Musik.

Solokarriere und musikalische Vielfalt

Nach dem Erfolg mit Seeed konzentrierte sich Black Kappa auf seine Solokarriere. 2002 veröffentlichte er seine Debüt-Single “Party On” als Maxi-Single und arbeitete im selben Jahr mit Heath Hunter an “Gigolo”. Seine musikalische Bandbreite zeigte sich in weiteren Veröffentlichungen wie “Praise Jah Jah”, “Drop Top” und “It Song”, bei dem er mit den jamaikanischen Künstlern Joseph Cotton und Taffari zusammenarbeitete. Diese Kooperationen unterstrichen seine Verbundenheit mit der jamaikanischen Musikszene und seine Fähigkeit, authentischen Dancehall und Reggae zu produzieren.

2006 erschien “Pon Point”, das er über die damals populäre Plattform Myspace veröffentlichte, gefolgt von “Rastafari Preaching” im Jahr 2008. Interessanterweise nutzte Black Kappa für seine eigene Single “Uman” denselben Riddim (“Frog Ass”), der auch “Dickes B” zugrunde lag – ein cleverer Schachzug, der die Verbindung zu seinem größten Hit aufrechterhielt. Nach diesen Veröffentlichungen zog sich der Künstler für einige Jahre aus dem Rampenlicht zurück, was bei vielen Fans für Enttäuschung sorgte.

Comeback und späte Werke

Nach einer längeren kreativen Pause kehrte Black Kappa 2017 mit der EP “Honey Honey” zurück, die über das Berliner Label Atahsound veröffentlicht wurde. Die EP zeigte einen gereiften Künstler, der seine jamaikanischen Wurzeln mit den Erfahrungen seiner Berliner Jahre verband. Fans und Kritiker begrüßten sein Comeback enthusiastisch, auch wenn die kommerzielle Reichweite nicht an die Erfolge von “Dickes B” heranreichte.

2022 folgte mit “I Live” eine weitere EP, die seine kontinuierliche musikalische Entwicklung dokumentierte. Während dieser gesamten Zeit blieb Black Kappa ein aktiver Teil der Berliner Reggae-Szene. Er war regelmäßig im legendären Yaam-Club zu Gast, einem Zentrum für afrikanische und karibische Kultur in Berlin. Seine Auftritte dort und bei anderen kulturellen Veranstaltungen mit afrikanischen und karibischen Schwerpunkten machten ihn zu einer wichtigen Figur für die multikulturelle Musikszene der Hauptstadt. Über Internetradio und verschiedene Streaming-Plattformen erreichte seine Musik auch weiterhin ein treues Publikum.

Vermächtnis und plötzlicher Tod

Am 23. Januar 2024 verstarb Black Kappa völlig unerwartet in Berlin im Alter von nur 46 Jahren. Die Nachricht von seinem Tod schockierte die Musikszene, insbesondere die Berliner Reggae-Community. Nach verschiedenen Berichten wird als Todesursache Herzversagen angegeben, wobei die genauen Umstände nicht vollständig geklärt wurden. Sein plötzlicher Tod riss eine Lücke in die Szene, die er über zwei Jahrzehnte lang mitgeprägt hatte.

Black Kappas Vermächtnis lebt jedoch weiter. “Dickes B” wird bis heute bei Seeed-Konzerten gespielt, wobei die Bandmitglieder Baigorry und Dellé häufig seinen ikonischen Rap-Part übernehmen. Der Song bleibt eine Berlin-Hymne, die bei keinem Konzert in der Hauptstadt fehlen darf. Black Kappas Einfluss auf die deutsche Reggae-Szene kann kaum überschätzt werden – er brachte authentischen jamaikanischen Dancehall nach Berlin und schuf eine Brücke zwischen karibischer Tradition und europäischer Urbanität. Seine tiefe Stimme, sein charakteristischer Deejay-Stil und seine authentischen Texte über Reggae-Kultur, Jamaika und Berlin machten ihn zu einer einzigartigen Stimme in der deutschen Musiklandschaft. Für viele bleibt er der Künstler, der bewies, dass Reggae und Dancehall auch fernab der Karibik eine Heimat finden können.

Songs von Black Kappa im Radio

Konzerte von Black Kappa

Wir konnten leider keine Konzerte von Black Kappa finden.

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Geschrieben von: RadioMonster.FM