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today28.02.2026
HIM war eine finnische Gothic-Rock-Band aus Helsinki, die von 1991 bis 2017 die internationale Rockszene prägte. Mit ihrem selbst kreierten Genre “Love Metal” und dem ikonischen Heartagram-Symbol wurden sie zu einer der erfolgreichsten finnischen Bands aller Zeiten. Frontmann Ville Valo und seine Mitstreiter verkauften über zehn Millionen Tonträger weltweit und schrieben Musikgeschichte.
| Künstlername | HIM |
| Mitglieder | Ville Valo, Mikko Paananen, Mikko Lindström, Janne Puurtinen, Jukka Kröger |
| Genre | Gothic Rock, Gothic Metal, Alternative Rock, Love Metal |
| Größter Hit | Join Me in Death |
| Gründungsjahr | 1991 |
| Auflösungsjahr | 2017 |
| Land | Finnland |
| Markenzeichen | Heartagram (Herz-Pentagramm-Symbol) |

Die Geschichte von HIM begann 1991 in der finnischen Hauptstadt Helsinki, als Ville Hermanni Valo und Mikko “Mige” Paananen die Band unter dem Namen His Infernal Majesty gründeten. Die beiden jungen Musiker teilten eine Leidenschaft für düstere, melancholische Klänge, die sie mit romantischen Texten verbinden wollten. Doch die erste Phase der Band war nur von kurzer Dauer. 1993 löste sich die Gruppe zunächst auf, nicht zuletzt wegen Migés Wehrdienst, der ihn für längere Zeit von der Musik fernhielt.
Zwei Jahre später, 1995, entschieden sich Valo und der Gitarrist Mikko “Linde” Lindström, dem Projekt neues Leben einzuhauchen. Mige kehrte zurück, und gemeinsam formten sie HIM neu. Die Band durchlief in den folgenden Jahren verschiedene Besetzungswechsel, insbesondere an Keyboard und Schlagzeug, bis sich eine stabile Konstellation herausbildete. Diese Neuausrichtung sollte den Grundstein für eine beispiellose Karriere legen.
Mit dem Album “Razorblade Romance” aus dem Jahr 2000 gelang HIM der große Durchbruch. Die Single “Join Me in Death” wurde zu einem weltweiten Hit und erreichte Platz 1 in Finnland und Deutschland. Der Song erhielt Platin in Finnland sowie Gold in Deutschland und Österreich und zählt bis heute zu den meistverkauften finnischen Singles aller Zeiten. Die Mischung aus schweren Gitarrenriffs, melancholischen Melodien und Ville Valos tiefer, ausdrucksstarker Stimme traf den Nerv einer ganzen Generation.
Der Erfolg von “Join Me in Death” war jedoch nicht ohne Kontroversen. Einige Kritiker interpretierten den Text als mögliche Aufforderung zu Selbstmord, was Ville Valo vehement zurückwies. Er betonte, dass das Lied von romantischer Sehnsucht und der Verbindung zwischen Liebe und Tod handle, nicht von Selbstzerstörung. Diese Diskussion trug paradoxerweise zur Bekanntheit der Band bei und machte sie zu einem festen Bestandteil der Gothic-Szene.
Weitere Hits wie “Right Here in My Arms”, “Gone with the Sin” und “Poison Girl” festigten HIMs Position als eine der führenden Bands im Gothic-Rock-Bereich. Besonders in Deutschland entwickelte sich eine treue Fangemeinde, die der Band über viele Jahre hinweg die Treue hielt. Auch im Internetradio und beim Streaming fanden ihre Songs großen Anklang und erreichten ein breites Publikum.
HIM schuf mit dem Begriff “Love Metal” eine eigene Genre-Bezeichnung, die perfekt beschrieb, worum es in ihrer Musik ging: die Verschmelzung von harten Metal-Elementen mit romantischen, oft melancholischen Themen. Diese einzigartige Kombination unterschied sie von anderen Bands und machte sie unverwechselbar. Das visuelle Symbol dieser Philosophie war das Heartagram, eine Kreation von Ville Valo, die ein Herz mit einem Pentagramm kombiniert. Dieses Logo wurde zum ikonischen Markenzeichen der Band und zierte Albumcover, Merchandise und unzählige Tattoos von Fans weltweit.
Mit dem 2003 erschienenen Album “Love Metal” setzte die Band ihren Erfolgskurs fort. Die Single “The Funeral of Hearts” erreichte erneut Platz 1 in Finnland und bewies, dass HIM mehr als nur eine One-Hit-Wonder-Band war. Die Texte von Ville Valo, die sich stets um Liebe, Verlust, Sehnsucht und Tod drehten, sprachen Menschen an, die sich mit oberflächlicher Popmusik nicht identifizieren konnten.
Das Jahr 2005 markierte einen weiteren Meilenstein in der Karriere von HIM. Mit dem Album “Dark Light” gelang der Band das, was zuvor keine finnische Band geschafft hatte: Sie erreichten Goldstatus in den USA. Das Album enthielt Hits wie “Wings of a Butterfly” und festigte HIMs internationale Reputation. Die Band tourte ausgiebig durch Europa und Nordamerika und spielte vor ausverkauften Hallen.
Doch nicht alle Zeiten waren rosig. Das 2007 erschienene Album “Venus Doom” gilt als das düsterste und härteste Werk der Band. Während der Produktion kämpfte Ville Valo mit gesundheitlichen Problemen, insbesondere mit Alkoholmissbrauch, was sich deutlich in der Stimmung des Albums widerspiegelte. Die Songs waren schwerer, düsterer und weniger melodisch als die früheren Werke. Trotz oder gerade wegen dieser Authentizität fand das Album bei vielen Fans großen Anklang.
In den folgenden Jahren veröffentlichte HIM weitere Alben wie “Screamworks: Love in Theory and Practice” (2010) und “Tears on Tape” (2013), die zwar kommerziell erfolgreich waren, aber nicht mehr an die Höhepunkte der frühen 2000er Jahre anknüpfen konnten. 2015 verließ der langjährige Schlagzeuger Mika “Gas Lipstick” Karppinen die Band und wurde durch Jukka “Kosmo” Kröger ersetzt.
Am 5. März 2017 verkündete HIM eine Nachricht, die viele Fans schockierte: Die Band würde sich nach einer Abschiedstour auflösen. Nach 26 Jahren intensiver Bandgeschichte fühlten die Mitglieder, dass es Zeit war, das Kapitel HIM zu beenden. Die Farewell-Tour führte die Band noch einmal durch Europa und Nordamerika, wo sie vor emotionalen Fans spielten, die sich von ihrer Lieblingsband verabschieden mussten.
Das letzte Konzert fand am 31. Dezember 2017 beim Helldone Festival in Helsinki statt – dort, wo alles begonnen hatte. Es war ein würdiger Abschluss für eine Band, die die finnische Musikszene revolutioniert und international bekannt gemacht hatte. HIM hatte nicht nur über zehn Millionen Tonträger weltweit verkauft, sondern auch zahlreiche Auszeichnungen gewonnen, darunter mindestens acht Emma Awards in Finnland.
Ville Valo, geboren am 22. November 1976 in Helsinki, verfolgt seitdem eine Solokarriere unter dem Namen VV und hat verschiedene musikalische Projekte realisiert. Auch die anderen Bandmitglieder blieben der Musik treu. Das Erbe von HIM lebt weiter – in den Herzen der Fans, auf unzähligen Playlists und überall dort, wo Gothic Rock und Love Metal gespielt werden. Ihre Musik findet nach wie vor großen Anklang im Streaming und wird regelmäßig auf verschiedenen Kanälen gespielt, wo neue Generationen die düstere Romantik von HIM entdecken können.
Geschrieben von: RadioMonster.FM
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