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Mittlerweile ist es auch für Experten verdammt schwierig geworden, Songs zu erkennen, welche durch künstliche Intelligenz erschaffen und komponiert wurden. Was früher nach Science-Fiction klang, ist heute bereits bittere Realität. Wie stark KI-generierte Musik bereits auf dem Markt ist und wie diese für echte Künstler:innen zu einem Problem wird, zeigt sich immer stärker.

Künstliche Intelligenz ist längst im Musik-Business angekommen. Und nicht einfach nur als Werkzeug, sondern auch als einfaches und schnelles Mittel, um Geld zu verdienen. Wenige Eingaben genügen, damit die KI komplette Tracks inklusive Beat und Gesang erstellt, welche von einem Publikum kaum mehr unterschieden werden können. Die Programme analysieren dabei Millionen Songs, erkennen Muster und erschaffen auf dieser Basis neue Stücke, welche nach Chart-Hits der verschiedenen Epochen klingen. Ob Deutschrap oder Chart-Hits aus den 90ern, kaum ein Bereich ist vor dieser künstlich erschaffenen Musik sicher.
Plattformen wie Spotify werden überflutet mit neuen Songs, welche häufig eben nicht mehr von einem echten Menschen erschaffen wurden. Teilweise erreichen diese Songs hunderttausende oder sogar Millionen Streams. Das große Problem: Für dich als Hörer ist es kaum mehr erkennbar, ob hinter der Musik echte Menschen stecken oder nur eine KI. Und wir stehen erst am Anfang der Entwicklung.
Studien und auch Beobachtungen der Branche zeigen deutlich, dass viele Menschen nicht in der Lage sind, KI-erstellte Musik von der Musik menschlicher Künstler zu unterscheiden. Zumindest dann nicht, wenn der Fokus der Aufmerksamkeit nicht voll auf die Musik gerichtet ist. Und Musik, vor allem auf Streaming-Plattformen und auf Video-Plattformen wie YouTube oder TikTok, ist mehr im Hintergrund verortet und somit für viele Hörer von geringerer Relevanz. Hier geht es viel mehr um den Vibe, um irgendeine Musik im Hintergrund und nicht um das Erleben der eigenen Lieblingskünstler. Dementsprechend finden sich erstaunlich viele KI-Songs vornehmlich in Playlisten, welche mit Titeln wie Workout oder Chill versehen sind. Dennoch ist dies ein Problem für echte Künstler und vor allem für Newcomer in vielen Bereichen.
Große Namen der Szene haben sicherlich kaum Probleme durch die Existenz von KI-generierter Musik. Sie sind schließlich schon bekannt, bekommen auch über Streaming-Plattformen und das Radio ausreichend Spielzeit und sind wirtschaftlich längst unabhängig. Ihre Touren sind ausverkauft und die Fans sorgen für rege Einnahmen. Doch was ist mit noch jungen oder neuen Künstlern? Diese haben nicht den Komfort der großen Reichweite, sondern müssen über Streamingdienste und das Radio erst einmal überhaupt bekannt werden. Doch wie sollen diese sich von den künstlich erzeugten Musikstücken abheben können. Je mehr KI auf den Markt drängt, umso geringer die Chancen als junger Musiker überhaupt wahrgenommen zu werden. Durch die große Konkurrenz sinkt somit die Sichtbarkeit, was die Anzahl der Streams verringert und somit auch die Einnahmen schmälert. Anbieter wie Deezer sind aus diesem Grund dazu übergegangen, KI-erzeugte Musik zu kennzeichnen und diese oftmals auch aus den Rankings zu entfernen. Ein wichtiger Schritt, dem noch viele weitere Plattformen folgen müssen.
Geschrieben von: RadioMonster.FM
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